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6.9.

also das mit den käsen auf tour funktioniert irgendwie nicht. zuerst waren wir in tschechien. die haben gesagt, dass der käse ja irgendwie ok sei, aber natürlich keine chance gegen ihren olmützer quargel hätte. dann waren wir in deutschland. wir sind aus zwei intercityexpresszügen geflogen, weil es denen zu streng gerochen hat. dann waren wir in frankreich, und die franzosen haben uns ganz geradeheraus gesagt, dass unser käse ja ganz nett sei, aber viel zuwenig weich und cremig. gestern waren wir in belgien, und die haben den käse lange betrachtet, hin und her überlegt und ihn dann kurzerhand in bier eingelegt. jetzt haben wir keinen käse mehr, aber dafür ein bier kreiert, dass nach sehr selten gewaschenen tennissocken schmeckt.

1.9.

wir haben ein wenig urlaub genossen.

robert hat zb ein käseseminar mit schwerpunkt auf unverdaulichen stinkkäsen aus der nordbretagne gemacht. dabei ging´s vor allem um ziegenkäse von ziegenböcken, weil die als aromatisch besonders ausgereift gelten. alles wurde durchgenommen: reifung, fermentierung, flatulenzierung und endausscheidierung.

wir werden ab sofort immer eine kleine auswahl an edelsten käsen mit uns führen, um für den kleinen hunger zwischendurch bestens gerüstet zu sein.

 

10.8.

brandstötter ist etwas eingefallen!!!

gestern war von ferne ein leises singen zu vernehmen, das immer näher kam und an lautstärke beängstigend zunahm. an der spitze einer prozession von hunderten weißgewandeten choralmönchen schritt brandstötter, in der einen hand eine fackel, in der anderen seine tuba, direkt auf georg zu. zwei mönche packten georg und zwangen ihn auf die knie. vor seinen augen wurde ein scheiterhaufen aus kontrabässen errichtet, den brandstötter mit der fackel in brand steckte. bleich vor angst schwor georg sofort aller geblasenen musik ab. das unrechtmäßig erschlichene geld stellte er müttern, die ledige kinder von durchziehenden blechbläsern aufziehen, zur verfügung. ausserdem darf er sich für die nächsten fünf jahre einer brassband nicht mehr als zwei kilometer annähern.

zudem muss er, natürlich auf völlig freiwilliger basis, alle hotelbarrechnungen von mnozil brass auf unbestimmte dauer begleichen. das tut richtig weh!

 

3.8.

wir fühlen uns irgendwie verschaukelt. wir haben jetzt drei konzerte für georg gespielt und ihm jedesmal die gage überwiesen. jetzt hat er gemeint, dass wir das ja so beibehalten könnten. wir spielen die konzerte und überweisen ihm die kohle. er begibt sich sozusagen in eine langandauernde halsentzündung. irgendwie ist das ja dann so wie es früher war, nur das wir kein geld dafür kriegen.

wir haben brandstötter einen brief ins kloster geschickt, ob ihm etwas dazu einfällt.

 

25.7.

georg hat eine halsentzündung und kann nicht spielen.

wir haben ihm daher vorgeschlagen, dass wir zu sechst für ihn einspringen könnten. er hat sich nach langem hin und her breitschlagen lassen. allerdings müssen wir ihm die gesamte gage überlassen. er denkt noch drüber nach, ob er uns ein fahrtgeld ausbezahlt oder nicht. catering gibt´s keines, aber wir dürfen uns butterbrote von zu hause mitnehmen.

danke georg.

 

21.7.

so ein unglück! georg hat sich von seiner freundin getrennt!

mnozil brass besteht ab sofort nur mehr aus einem kontrabass.

 

16.7.

das neue konzept von mnozil brass setzt ab sofort auf eine bratsche und einen kontrabass. alles andere sei überflüssig und nur beiwerk. die bratschistin ist zufällig georgs freundin. die gagen bleiben gleich.

irgendwas ist da faul. wir sind uns nicht sicher, ob´s da nur um das musikalische geht.

12.7.

 

georg meint, dass man die drei verbleibenden trompeten super durch zwei geigen und eine bratsche ersetzen könnte, weil´s dann noch besser klingt. wir sind uns nicht ganz sicher, aber er wird´s schon wissen. er meint, dass es geradezu genial ist, wenn ein blechbläserseptett aus vier streichern besteht. werbetechnisch, konzeptmäßig, musikalisch und überhaupt.

das hat natürlich schon was.

 

7.7.

die überlegung, wer bei den posaunen aufhören soll, hat sich erübrigt.

georg meint, dass man eigentlich auch ohne posaunen spielen könnte, weil die eh nicht so gut intonieren können, und da reden wir noch von keiner sauber gespielten tonleiter. alle sind dafür, mnozil besteht ab jetzt aus drei trompeten und einem kontrabass.

und einem choralsänger in ausbildung natürlich, aber ob der jemals wieder auf der bildfläche erscheint ist fraglich. die wiener sängerknaben sollen gerüchten zufolge interesse an brandstötter angemeldet haben, weil er so einen schönen sopran hat.

 

29.6.

der georg ist so ein gescheiter.

er hat uns jetzt vorgeschlagen, dass wir eine posaune einsparen sollen, weil man durch sechs das geld besser teilen kann. prof. paul war begeistert und hat sofort gesagt, am besten wäre es, wenn gerhard aufhörte, weil der ohnehin viele andere interessen hätte und seine zeit nicht mnozil verplempern solle. gerhard überlegt noch.

24.6.

wenn alle gerüchte stimmen lässt brandstötter sich im kloster zum choralsänger ausbilden.

das soll ja die nerven beruhigen und ihn womöglich auch über den verlust des geliebten tieres hinwegtrösten.wir wissen nicht, ob und wann er wiederkommt, weil choräle gibt´s ja einige, und bis er die durch hat...

georg breinschmid spielt jetzt statt ihm, kontrabass ansatt tuba, und das passt hervorragend.

erstens klingt ein kontrabass natürlich viel eleganter als eine tuba.

zweitens ist georg immer freundlich, auch ohne hase.

drittens ist er ein irrsinniger checker, er hat sogar eine eigene homepage, für sich alleine!!!!!! wir müssen uns eine teilen, zu siebt!!!!

er hilft uns jetzt auch beim management, weil da kennt er sich auch total aus. er hat sogar schon einmal beim papst gespielt, wahnsinn!

18.6.

brandstötter steckt in einer krise.

er hat es sich so zu herzen genommen, dass er nicht einmal das geschlecht des hasenneutrums feststellen konnte, dass er das bemitleidenswerte tier aus gram zu tode gestreichelt hat. zuerst hat dem hasen das gestreichelt werden ja noch gefallen, aber irgendwann wollte er oder sie oder es nicht mehr, was brandstötter aber nicht bemerkt hat. der hat einfach immer weiter gestreichelt und zack, plötzlich hat das tier die augen verdreht, die löffel aufgerichtet und dann hängen lassen und aus war´s mit dem hasenleben.

wir finden´s nicht so übel, weil man aus hase ja bekanntlich braten, marmelade oder ribiselkompott machen kann, aber brandstötter sieht das nicht so. er hat uns eine herzlose bande genannt und sich auf unbestimmte zeit in ein kloster verzogen.
thomas hat einen freund, der ganz passabel kontrabass spielt, der hilft uns jetzt erst einmal aus bei den konzerten.

aber vorher gibt´s hase zum essen.

13.6.

robert hat brandstötter gefragt, ob dieses wuschelig etwas ein männchen oder ein weibchen sei. brandstötter wusste es nicht! robert hat gemeint, er könne gerne einmal nachschauen. was er auch gemacht hat. allerdings musste er das tier zuerst am bauch abrasieren, weil es so behaart ist. jetzt sind wir aber auch nicht klüger, weil robert möglicherweise etwas zuviel abrasiert hat.

brandstötter hat jetzt also entweder ein zwerghasenweibchen oder ein zwerghasenkastratenmännchen. oder wie heißt das jetzt korrekt?

zwerghasenochse? zwerghasenmuli?

zwerghaseneunuchenrammler?

kastratenrammler?

und kann der jetzt besonders hoch singen?

 

10.6.

brandstötter hat sich einen zwerghasen gekauft! es könnte aber ein kaninchen auch sein. oder ein meerschweinchen. man kann diese viecher ja kaum auseinander halten.

momentan sind sie in der aneinandergewöhnungsphase. brandstötter hat uns anderen verboten, dieser laufenden perücke auf vier beinen näher als 10 meter zu kommen, damit sich die beziehung der beiden entwickeln und festigen könne...

 

7.6.

brandstötter war so komisch in letzter zeit. schreckhaft irgendwie. und mürrisch!

jetzt hat er uns gestanden, dass er das laute trompetenspiel einfach nicht mag, und schon gar nicht, wenn´s hoch und laut ist. thomas hat gemeint, dass das ein bedauerliches einzelschicksal darstellt. roman hat gesagt, dass man da leider nichts machen könne.

und robert hat gegrinst und gesagt, dass er sich einen zwerghasen kaufen solle, das beruhige die nerven. und mindestens dreimal täglich streicheln!

 

5.5.

und da sind wir auch schon wieder zuhause.

zoli wollte gar nicht mehr aus seinem businessclassklo aussteigen, weil das größer war als seine wohnung. und zudem mit aircondition ausgestattet.

die expo war ganz toll, wir haben viele menschen aus vielen nationen gesehen, hauptsächlich aber chinesen und chinesinnen. gerade in shanghai dürfte es besonders viele geben, weil die da überall sind. in cafés, in kaufhäusern, auf der strasse, in taxis, einfach überall. und zwar in ziemlich großer anzahl.

wir haben beschlossen, im herbst nochmals hinzufliegen und nachzuschauen, ob´s dann immer noch so viele sind.

vielleicht sind es nämlich in echt gar nicht so viele.

vielleicht hat das chinesische zentralbüro nämlich bloß alle chinesen nach shanghai geschickt, um uns ausländer zu beeindrucken.

29.4.

heute fliegen wir nach shanghai, um dort für drei tage die expo mit heavy metal brass sound zu verwöhnen. alle dürfen in der businessclass fliegen. für zoltan wurde ein businessklo vorbereitet, das doppelt so groß ist als ein normlaes klo. er riecht jetzt auch nur mehr ganz schwach, weil er in der letzten woche ganz oft geduscht hat und seine restliche zeit in der parfumabteilung großer kaufhäuser verbrachte und sich dort duftproben auf alle möglichen körperteile sprühen ließ.

er überlegt sogar, sich jetzt zum parfumeur ausbilden zu lassen, weil´s auf der haut so schön kribbelt, wenn man angesprayt wird.

 

22.4.

wir sitzen im tonstudio und nehmen wieder mal etwas für eine cd auf.

zoli spielt besser als je zuvor.

aber er riecht auch ziemlich streng.

und wir wissen nicht, wie wir reagieren sollen. weil er doch so einen tollen charakter hat und wegen uns sogar in die donau gesprungen ist und quasi sein leben riskiert hat und überhaupt ein ganz ein toller ist usw. usw.

auf der anderen seite ist es fast nicht auszuhalten in dem kleinen studio. wir haben jetzt vorerst einmal hundert duftbäume mit waldduft aufgestellt, wie man sie normalerweise ins auto hängt. nützt aber auch nicht viel. jetzt riecht´s halt nach waldklo.

morgen reden wir mit ihm.

 

17.4.

gestern abend stand zoli plötzlich vor der türe.

klatschnass und etwas unterkühlt, aber über´s ganze gesicht grinsend.

er hatte beim ostereier suchen die orientierung verloren und war vom weg abgekommen. da es schon fast dunkel war wollte er durch einen kleinen fluss waten, weil er auf der anderen seite eine strasse vermutete. dabei erfasste ihn die strömung und er wurde abgetrieben. irgendwann schwamm eine alte klotüre vorbei, an der er sich festklammern konnte. zwei oder drei tage später zogen ihn matrosen eines schubschiffes aus dem wasser und versorgten ihn. dabei stellte sich heraus, dass der kleine fluss die donau war und er an ungarn vorbei bis serbien fortgetragen worden war. zoli bat inständig darum, dass der frachter umkehren möge, damit er rechtzeitig wieder bei uns sei!! welch ein ehrenmann!!!

er erntete aber nur kopfschütteln und musste bis rumänien als schiffsjunge mitfahren. da er sich drei tage an die alte klotüre geklammert hatte roch er nicht so gut und wurde zum latrinenputz eingeteilt. fast am schwarzen meer angekommen sprang er in der nacht auf ein entgegenkommendes boot und fuhrt wieder zurück, und zwar als blinder passagier, diesmal im maschinenraum. etwas oberhalb von wien sprang er wieder ins wasser und wurde punktgenau über den donaukanal in die innnenstadt abgetrieben, wo er glücklich das ufer erklomm und nach hause wankte.

was für eine abenteuerliche reise!

rübe ist raus, und zwar weil er charakterlich gegen zoltan nicht den funken einer chance hat!!! zoli forever!!!!

hoffentlich geht der geruch bald weg.

 

12.4.

wir leben in interessanten zeiten: zoli ist weg, rübe kommt aus seinem hotelzimmer nicht mehr raus, lässt aber ab und zu einen fan beziehungsweise genaugenommen einen fanin ins zimmer und roman hat sich die haare getönt, die wimpern gezupft und benützt ganz plötzlich ein etwas penetrantes parfum. prof. paul hat uns ausserdem berichtet, dass roman gestern bei prof. pauls cousine im beautysalon war und sich eine gurkenmaske auf´s gesicht klatschen ließ.

roman findet noch immer, dass rübe aus künstlerischen gründen nix in der band zu suchen hat. alles rein künstlerisch, mit persönlichen eitelkeiten hat das keineswegs etwas zu tun.

 

10.4.

zweites konzert ohne zoli.

rübe hat zuerst ein konzert von vivaldi für kamm und mnozil brass gespielt, danach ein solostück, das man früher von richard claidermann oder kleidermann oder gleidermon oder wie auch immer kannte, irgend eine schnulze für eine gewisse adeline oder so ähnlich. zum abschluss gab´s ein medley der schönsten opernarien von puccini, verdi, wagner und lachenmann. danach, und das kann man leider nicht anders sagen, hat rübe alle schmachtenden damen auf sein hotelzimmer eingeladen und wir anderen konnten nicht gut schlafen.

roman ist total sauer und drängt aus künstlerischen gründen darauf, rübe sofort wieder rauszuwerfen. ausserdem hat er persönlich ein suchteam nach zoltan losgeschickt.

 

8.4.

zoli ist noch immer nicht da, wir haben gestern ohne ihn gespielt.

es gibt da einen bühnenarbeiter am berliner ensemble, der ziemlich gut kammblasen kann. der hat gestern bei uns ausgeholfen. sein rufname ist rübe, aber eigentlich heißt er alfons. er sieht auch gut aus, sogar besser als roman und kann gut witze erzählen. wenn zoli nicht bald zurückkommt sind seine tage in der band wohl gezählt. und der sound des kammes gibt unserer band plötzlich so etwas verträumt lyrisches.

von uns aus ist es eigentlich schon fast fix, dass rübe bei uns einsteigt. einzig roman wehrt sich gegen ihn, aus künstlerischen gründen, wie er behauptet.

 

6.4.

wir werden morgen unser erstes konzert nach der osterpause in berlin spielen.

leider ist zoltan noch nicht vom ostereiersuchen zurückgekommen. seine frau hat zu ihm gesagt, dass die eier im garten versteckt seien, obwohl sie in wirklichkeit im haus hinter der blumenvase sind. zoltan hat zuerst im eigenen garten gesucht, dann in dem des nachbarn, danach in einem angrenzenden wäldchen, danach in der lobau, einem naturschutzgebiet im osten wiens. dort verliert sich seine spur.

mal sehen, ob er bis morgen wieder zurück ist.

 

25.3.

vorgestern waren wir noch in chicago, heute sind wir wieder zu hause.

und eines kann man definitiv sagen: in wien ist es um ein paar grade wärmer. deshalb ist uns der abschied nicht allzu schwer gefallen. wir haben die üblichen abschiedszeremonien hinter uns gebracht (friedenspfeife rauchen, kaltgetränke konsumieren, herzen und küssen, am flughafen noch schnell geschenke für die lieben zuhause einkaufen, zollbeamte bestechen, bordbar im flugzeug überprüfen, danach den flugkapitän fragen, ob fliegen immer so langweilig ist, usw, usw) und uns wieder ins zivile leben eingegliedert (schlafengehen vor 5 uhr morgens, frühstück vor 10 am vormittag und nicht erst um 15.00 uhr, schön sprechen und nicht nach jedem dritten wort f... einfügen, allgemeines wohlverhalten)

eine großartige tour ist zu ende.

 

 

20.3.

gestern sind wir von billings über denver und chicago nach dayton geflogen.

es war wunderbar!

abfahrt vom hotel in der früh war um sieben uhr morgens, ankunft in dayton war um 22.00 uhr abends.

2x umsteigen, ein verpasster anschlussflug in chicago, niemand der uns umbuchen wollte oder konnte oder durfte oder sollte.

reisen ist super!

ja, man kann sich einen ganzen tag lang von flugzeugessen in form von crackern, fett und kalorien ernähren.

und nein, schmecken tut es nicht.

 

18.3.

zoltan und thomas bzw. zoli and thommy, wie der amerikaner zu sagen pflegt haben sich vorgestern in beverly hills einen schnieken weißen rolls royce cabrio und einen ferrari f 40, natürlich in rot gekauft. irgendwie muss man ja bei den mädels ein wenig eindruck schinden. zuerst haben sie an einen porsche gedacht, aber den hat dort jeder. und zwar als drittwagen. und die mädels in beverly hills stehen definitiv mehr auf solide werte als auf irgendetwas anderes.

da aber keiner der beiden einen führerschein hat sitzen sie noch immer auf dem gelände des autohauses in ihren tollen kisten und keine merkt´s. sie machen das radio an und aus, drehen an den lenkrädern und sehen cool aus.

fahren dürfen sie trotzdem nicht.

blöd gelaufen.

 

14.3.

new york haben wir hinter uns gebracht, alles ist soweit ganz gut verlaufen, dass blöde ist halt nur, dass man in der stadt nicht schlafen darf, weil man sonst was verpasst. gestern waren wir in washington, da hat´s die ganze zeit geregnet. was uns aber egal war, weil wir bei obamas zum tee eingeladen waren, und da ist es eh besser, wenn das wetter nicht so schön ist. leider ist gerhard dauernd eingeschlafen, weil er von new york noch so müde war. sein kopf lag die halbe zeit in der schüssel mit den biskuits. barack und michelle-mit denen wir uns gleich gut verstanden haben, da ihnen prof. paul als ältester das du wort angeboten hat-sind recht nett und wollten von uns alles über blasmusik im mitteleuropäischen raum wissen.

 

11.3.

wir sind da! in amerika, dem land der träumer, äh, dem land unserer träume, äh, dem land der träume mancher menschen!

wobei es nicht einfach war. fast alle waren pünktlich am flughafen wien, aber nur fast. roman, der mit dem der korrekten umgang mit weckern nicht so vertraut ist, schlief zu dem zeitpunkt noch in seliger ruhe zu hause. wie er es dann trotzdem schaffte, nach unserem anruf in 25 minuten seinen koffer zu packen, ins taxi zu springen und am flughafen zu sein bleibt sein geheimnis. allerdings hatte er kein geld dabei und konnte das taxi nicht bezahlen. und die kreditkarte funktionierte nicht. und der taxifahrer wirkte auch nicht so überzeugt, als roman ihm hoch und heilig versprach, dass gleich jemand kommen würde, um ihn zu bezahlen.

der flug war problemlos, brandstötter konnte sich wieder ganz dem onboard video programm hingeben und einmal mehr die schauspielkünste der aufgespritzen lippen von angela jolie bewundern. ausserdem gab´s die zwei gesichtsausdrücke von tom cruise: cool und haifischlächeln.

bei der einreise war es ganz einfach. die zollbeamten in new york akzeptierten widerspruchslos, dass alle mitgeführten 2000 dvds für promozwecke seien.wobei man anmerken muss, dass robert ihnen ein klein wenig druck machte, indem er so tat, also ob er sich gleich einblasen wollte. das macht jeden weich.

die burschen zuckten also mit keiner wimper und wir waren durch!

 

 

8.3.

das reisefieber steigt.

thomas fliegt schon heute, aber nicht, um sich ein paar schöne tage vor dem ersten konzert zu machen. nein, aus nächstenliebe! robert war kurz davor, den trip zu canceln, weil wir ihm glaubhaft versichert hatten, dass es in amerika keine vegetarischen tofuburger gäbe. und auch sonst nix vegetarisches. nur hamburger und roastbeef und steak. um ihn zu beruhigen hat thomas sich bereiterklärt, die schwere last der restaurantsuche zu übernehmen. nur ein glücklicher und satter robert kann auch trompete blasen.

danke thomas!

4.3.

es scheint, als stünde unserem amerika trip nichts mehr im wege. die flüge sind bezahlt, wir haben alle erforderlichen visa (um ein arbeitsvisum in amerika zu bekommen braucht man nicht einmal neun monate) eingeholt und wir stellen unsere lippen bereits jetzt schön langsam auf amerikanische verhältnisse um. was soviel heißt wie schneller, höher, lauter! auch wir wollen unseren traum endlich wahrmachen und während der zehntägigen tournee alles niederblasen, was sich uns entgegenstellt.

ein motto haben wir auch schon: vom millionär zum tellerwäscher.

 

12.2.

heute fand der showdown zwischen prof. paul und gansch in einem renommierten institut für sportwissenschaft statt.

mehrere wissenschaftler waren vier stunden lang damit beschäftigt, die körpergröße und das gewicht der beiden in ein kompliziertes computersystem einzugeben. der rechner rechnete 14 minuten lang, dann brach das system zusammen. weitere großrechner wurden dazugeschaltet, der rechner rechnete 17 minuten und dann kam das ergebnis: die beiden haben den exakt gleichen body mass index. worauf prof. paul kommentarlos eine nagelschere aus der tasche holte, sich die zehennägel schnitt, somit auf einen besseren wert kam und unter lauten jubelrufen aller anwesenden als stolzer sieger den ort des gemetzels verließ.

gansch weinte, zum ersten mal seit 32 jahren.

 

8.2.

es wogt ein kampf seit tagen hin und her.

gansch möchte prof. paul bezwingen, aber jener ist unerbittlich. fastet gansch, fastet prof. paul härter. geht gansch zum joggen joggt prof. paul weiter. macht gansch aerobic nach jane fonda aerobict prof. paul nach einem geheimen aerobic programm der amerikanischen streitkräfte länger.

ausserdem wird prof. paul nicht müde darauf hinzuweisen, dass gansch ja mit unfairen mitteln kämpfe, da er in seiner jugend einfach nicht so stark gewachsen sei und gegen ihn wohl nur als untergroß zu bezeichnen sei und es jetzt ein leichtes sei, ihn, prof. paul gewichtsmäßig zu egalisieren. er poche daher unbedingt auf die überprüfung des body mass indexes.

gansch hat zugestimmt.

 

27.1.


brandstötter ist geschlagen! bis gestern befand er sich im dauerstress, weil er nicht schwerer sein wollte als gansch. er hat also gymnastik gemacht, genaugenommen aerobic nach jane fonda, ausserdem wurde er zum unermüdlichen treppensteiger und buffetverschmäher. gestern kam ihm aber ein ebensolches in die quere, worauf er weinend über der wurstplatte zusammenbrach. jetzt isst er wieder!

prof. paul ist der nächste!

 

21.1.

gansch hat ein wenig abgenommen und bringt damit die balance der gruppe gehörig durcheinander. bis vor nicht allzulanger zeit war er einer der gewichtigeren in der truppe. jetzt hat er robert nach unten abgehängt, zoltan mühelos überholt und nun prof. paul und brandstötter im visier. die beiden geben sich unbeeindruckt, wurden aber dabei beobachtet, gestern am abend gemeinsam nichts gegessen zu haben.

 

18.1.

ab heute schlägt das jahr wieder unerbittlich zu für uns.

back on the road.

vorgestern haben wir in belgien ein aufwärmkonzert gespielt.

mann oh mann, haben die viele verschiedene biersorten.

 

13.1.

robert ist soweit wieder hergestellt und kann sich wieder ganz normal bewegen. keine spur von steifheit mehr in seinem körper. er ist gelenkig wie eh und je und kommt, wenn er sich vornüber beugt mit den händen fast bis zum boden. also genaugenommen bis auf kniehöhe.

das ohr blieb leider verschwunden, wir vermuten, dass es vom lawinenhund verspeist wurde. der dachte wohl, so ein kleiner snack zwischendurch könnte nicht schaden. zur abwechslung mal was gefrorenes...

wir haben robert aus brotteig ein neues ohr gebastelt. man muss den teig nur fest kneten, dann ein wenig spucke drauf, modellieren, trocknen, fertig.

robert meint, dass er damit sogar besser hört als vorher.

die frage ist wie immer, von welchem niveau man ausgeht.

 

9.1.

es war nicht der tofu. aufgrund des doch wieder gestiegenen körpergewichtes konnte robert das gleichgewicht nicht halten und ist kopfüber in ein schneeloch gefallen. gestern wurde er von einem lawinenhund gefunden. da er doch volle zwei tage im loch gelegen ist müsssen wir ihn jetzt sehr vorsichtig wieder auftauen. wir haben ihn deswegen an den heizkörper gelehnt und schön langsam kommt wieder leben in seine glieder. die zehen wackeln schon wieder. leider ist bei der bergung ein ohr abgebrochen, aber das macht nichts. er ist eh trompeter, der merkt das gar nicht.

 

6.1.

es läuft wunderbar. wir können unser gewicht halten und fühlen uns prächtig. allerdings hätten wir gestern robert fast verloren. da wir ja jetzt in einem bescheidenen fünfsternehotel residieren sind die gegebenheiten naturgemäß etwas rustikaler. im moment suchen wir gerade robert. er hat vor zwei stunden das plumpsklo aufgesucht und ist noch nicht wieder erschienen.

zuviel tofu?

 

2.1.

also das  mit dem meditieren ist auch nicht das wahre. wir haben´s wirklich versucht, aber es war schon hart. erstens dieses rumsitzen und an nichts denken. das ist eh schon schwierig.

zweitens dieses blöde in sich reinhören. die meisten von uns haben da gar nichts gehört. ausser natürlich den eigenen magen, der verzweifelt nach nahrung rief.

womit wir schon bei drittens sind. von 3000 kalorien am tag kann niemand leben. schon gar nicht so stramme burschen wie wir. wir sind ja keine anorektischen magermodells, die werbung für irgendwelche schlaff herunterhängenden lagerfeldteile machen. wir brauchen futter!

wir haben uns daher von unserem superluxuriösen sechssternehungerhotel verabschiedet und in ein ganz biederes fünfsternewirtshaus gewechselt.

jetzt fühlen wir uns wieder wohl: es gibt schnitzel, schweinsbraten, blutwurst, grammelknödel, speck, schinken, eierspeise und diverse andere köstlichkeiten.

und zwar zum frühstück!

 

25.12.

wir haben´s in den letzten tagen zuviel krachen lassen und werden uns daher jetzt zum meditieren in ein sechssterne hotel in lech am arlberg zurückziehen. so kann´s ja nicht weitergehen, auch wenn wir jetzt unbegrenzt kohle haben. dort werden wir maximal 3000 kalorien pro tag zu uns nehmen und uns auch sonst in verzicht üben. wir haben zb beschlossen, uns bis nächste weihnachten nichts mehr zu schenken. ausserdem werden wir versuchen, immer nur soviel einzuatmen, wie unbedingt nötig ist.

 

22.12.

wir haben wundervolle tage!

da wir für uns selber einen fonds eingerichtet haben, auf den wir jederzeit zugreifen können, nimmt das feiern kein ende! wir laden uns gegenseitig ein, machen die nacht zum tage und singen inbrünstig und in wiederholung die schönsten drei weihnachtslieder, die wir können: jingle bells, bohemian rhapsody und smoke on the water. herrlich!

diesem fonds kann auch das geld nicht ausgehen, weil wir ja geber und nehmer gleichzeitig sind! unser bankberater hat gemeint, das sei eine todsichere sache. wir haben vermutlich das perpetuum mobile erfunden!!!

18.12.

jeder will was geschenkt bekommen, aber keiner will was schenken. das ist die traurige wahrheit. man müssste sich ja gedanken machen, einkaufen gehen, in geschenkspapier einwickeln, eine weihnachtskarte schreiben und sich dass ganze fristgerecht überreichen. wir haben daher beschlossen, das geld für die geschenke einem fonds für gescheiterte musikstudenten zugute kommen zu lassen. dieser fonds wurde vor achtzehn jahren gegründet und kümmert sich ausschließlich um sieben musiker, zufälligerweise blechbläser, die seit jahren darauf warten, einmal im wembley stadion auftreten zu dürfen, es aber irgendwie noch nicht geschafft haben, dorthin zu kommen.

 

13.12.

robert glaubt, dass er von thomas ein deodorant bekommen wird.

thomas glaubt das gleiche von robert.

sie werden schon wissen warum.

roman hofft, dass er von prof. paul einen gebrauchten haarreifen bekommt.

prof. paul wiederum wünscht sich von zoltan eine dauerwellenmaschine.

gerhard wünscht sich von brandstötter ein schnitzel mit erdäpfelsalat.

zoltan wünscht sich von thomas ein deutschwörterbuch und von gerhard saubere fingernägel. das geht aber nicht, weil jeder nur einen wunsch frei hat.

brandstötter wettert schon seit tagen gegen diesen elenden konsumzwang, gegen materialismus und kapitalismus. der will einfach keine kohle ausgeben für weihnachtsgeschenke. er selber hätte aber gerne eine tuba mit fernsteuerung.

 

9.12.

wir haben beschlossen, uns heuer etwas zu weihnachten zu schenken.

momentan sind alle am grübeln, was sie wohl von den anderen bekommen werden.

 

23.11.


roman hat sich heute seine wöchentliche dusche gegönnt.

dabei hat er bemerkt, dass wir ihn wirklich überall geschoren haben. wir haben vermutet, dass er weinend zusammenbrechen würde, aber weit gefehlt! er hat sich am ganzen körper mit gleitcreme eingeschmiert und wir spielen seit drei stunden fangen mit ihm. so lustig war es schon lang nicht mehr!!

wir erwischen ihn einfach nicht, weil er so glitscht.

 

20.11.

wir haben ihn vorgestern geschoren.

alles weg.

und zwar überall.

er will jetzt seine menschenrechte auf lange haare beim eu-gerichtshof in strassburg einklagen. das kann er gerne machen, jetzt sieht er ja wieder wie ein mensch aus.

14.11.


ernähren tut er sich jetzt nur mehr von suppe und einigen reiskörnern pro tag. die suppe tropft natürlich und bleibt in seinem bart hängen. häßlich, häßlich.

deswegen hat er sich jetzt knoten in den bart gemacht, um dieses dünne geflecht irgenwie zusammenzuhalten.
noch häßlicher!

wir haben beschlossen, dass thomas am montag auf gruppenkosten eine bartschere kaufen wird. eine geräuschlose, aber sehr effiziente.

 

9.11.


wenn rindberger eine rolle für sich entdeckt hat, dann aber richtig. und der eremit scheint die rolle seines lebens zu sein.

er lässt sich gerade einen von diesen langen eremitenbärten wachsen. die von der ganz hässlichen sorte. sehr lang und sehr dünn. nicht die marke kräftiger vollbart sondern genau das gegenteil davon. was für eine verschwendung eines ehemals einigermaßen hübschen gesichtes!

 

6.11.

brandstötter hat vor zwei tagen aufgegeben.

er musste mal auf´s klo.

danach hat er gar nicht mehr aufgehört zu  reden.

rindberger hingegen scheint sich in seiner neuen rolle wohlzufühlen. er spricht nach wie vor kein wort und macht einen auf eremit. wir haben ihn jetzt einfach in eine ecke gesetzt, in der er nicht stört. zum spielen holen wir ihn heraus, dann setzen wir ihn wieder in die ecke. von uns aus kann´s so bleiben.

 

30.10.

wir haben ihnen auch noch ohrenschützer aufgesetzt.

jetzt machen sie´s mit den augenbrauen.

 

27.10.


wir haben ihnen die arme auf den rücken gebunden, aber die weigern sich weiterhin, miteinander zu sprechen. sie wackeln jetzt mit den ohren. sieht noch bescheuerter aus!

 

26.10.

also das sind schon zwei sture böcke. keiner will den anfang machen mit reden, aber notgedrungen müssen sie miteinander kommunizieren. also machen sie das per zeichensprache. was völlig bescheuert aussieht, weil sie ja gar keine zeichensprache können. die fuchteln einfach irgendwas in der luft herum. keiner kennt sich aus, es geht nur darum, das gesicht nicht zu verlieren.

 

18.10.

brandstötter und rindberger haben gestritten. brandstötter hat es besonders gut gemeint und eine tubakantilene mit vibrato gespielt. daraufhin hat roman ihm noch während des konzertes geflüstert, dass er hohe kunst auf niedrigem niveau mache. worauf die replik kam, dass das ja immer noch besser sei als gar keine kunst auf hohem niveau. seither sprechen sie nicht mehr miteinander.

 

15.10.

europa hat uns wieder!

brandstötter hat sich beim heimfliegen von australien 11 spielfilme angesehen.

das ist absoluter weltrekord.

prof. paul hat 16 mal nach der stewardess geklingelt und eine kleine packung erdnüsse geordert.

und robert ist schon vor dem start in brisbane im flieger eingeschlafen und erst nach der landung in wien wieder aufgewacht. momentan sind wir in der schweiz unterwegs und robert ist immer noch müde. vielleicht hat er einen genetischen defekt oder sowas? oder er durfte als kind nie früh zu bett gehen? oder er hat angst im dunkeln und schläft deswegen?

 

6.10.

und wir haben heute koalas gesehen.

das sind sehr niedliche kleine bärchen, die den ganzen tag schlafen. wenn sie nicht schlafen, fressen sie. und dann schlafen sie wieder.

unsere band ist zur einhelligen meinung gekommmen, dass der liebe gott die koalas vor augen gehabt haben muss, als er robert erschaffen hat.

 

3.10.

das denkunmögliche ist völlig überraschend über uns hereingebrochen.

wir sind geschockt und durcheinander.

wir haben ein känguru gesehen.

 

28.9.

fliegen ist super!

heute geht´s endlich los, wir freuen uns schon auf einen 24 stündigen gemütlichen flug in geräumigen, überdimensionierten, weichen sitzen, freundliches bordpersonal, gepflegte sitznachbarn und das entertainmentprogramm der fluglinie unseres vertrauens. brandstötter wird sich endlich alle angela jolie filme ansehen können, rother wird schon im flughafenbus in wien einschlafen und erst in melbourne wieder erwachen und zoltan, na ja zoltan, also äh zoltan...

kurz und gut möchte zoltan endlich wissen, was der begriff bordbar im gesamten beinhaltet.

und ganschs hintern hat sich bei der hinterngewerkschaft erkundigt, ob 24stündiges sitzen überhaupt gewerkschaftlich erlaubt ist.

 

24.9.

wir haben die bestätigung bekommen.

in österreich arbeiten die männer im sommer als bergführer und im winter als schilehrer.

und in australien arbeiten die männer im sommer als kängurus und im winter als mickey mouse.

das hat uns ein echter australier erzählt, der jetzt in österreich eine krokodilzucht betreibt. früher war er schauspieler. krokodiel dandi oder so ähnlich heißt der. das mit der krokodilzucht funktioniert aber nicht so gut, weil den krokodilen in österreich so kalt ist. jetzt überlegt er, einen wanderzirkus zu gründen mit schifahrenden kängurus. also auf gut deutsch mit österreichischen schilehrern, die sich ins kängurukostum werfen. das sind die auswüchse der globalisierung.

 

21.9.

nächste woche fliegen wir wieder nach australien. und diesmal lassen wir uns nicht für blöd verkaufen. wir haben beim letzten mal rausgefunden, dass es gar keine kängurus gibt, auch wenn uns alle das gegenteil erklären wollten. wir haben keins gesehen, aus, ende.

die machen das nur für die touristen. da werden männer in kängurukostüme gesteckt und müssen dann in der gegend herumhüpfen. die kommen alle aus disneyland, wo sie normalerweise in mickeymousekostümen rumrennen.

 

11.9.

unser instrumentensponsor schagerl hat sich zurückgezogen. er meinte, wenn wir jetzt nur mehr hardrock spielen, möchte er uns nicht bei jedem konzert einen neuen satz instrumente liefern müssen. der hat echt keine ahnung von einer guten show. brandstötters bart ist schon 2,5 zentimeter lang, thomas´ bart 1,7 zentimeter, nur prof. paul kommt nicht in die gänge. dafür hat er natürlich schon wallendes haupthaar vorzuweisen, was bei den beiden anderen noch nicht ganz der fall ist.

 

5.9.

geschafft. unsere erste hardrock cd ist fertig!!

wir wissen aber noch nicht, wann sie rauskommt, weil wir uns erst noch lange bärte für das coverfoto wachsen lassen müssen. und lange haare natürlich. was bei zumindest 50% der bandmitglieder für nicht unerhebliche probleme sorgen dürfte, da sie genetisch bedingt eher zu einem modischen kurzhaarschnitt tendieren. die cd wird die hardrockcharts stürmen, weil wir das mit der lautstärke ziemlich gut hinbekommen haben. im anschluss an die aufnahmen haben wir standesgemäß unsere instrumente zertrümmert.

hardrock ist geil!

1.9.

wir sitzen wieder einmal im tonstudio und zermartern uns die lippen, um irgendwas auf disc zu pressen. es ist fürchterlich!!! nix geht weiter, alles muss man zehn mal wiederholen, weil hinten und vorne nix stimmt und zusammen ist. und schuld sind immer die anderen, eh klar. unser toningenieur ist schon ganz bleich im gesicht, weil er weiß, was da wieder an nachbearbeitung auf ihn zu kommt.

und draussen scheint die sonne und die vögel zwitschern.

 

28.8.

es flutscht wieder!

gestern mussten die ersten zwei zuschauerreihen wegen zu großer lautstärke den saal verlassen, weil zoli eine sternstunde hatte. allerdings sind bei seiner posaune ein paar lötstellen aufgegangen, weil sie dem großen druck nicht standgehalten haben. zoli überlegt, auf eine posaune aus gusseisen umzusteigen. er erhofft sich dadurch mehr stabilität und einen noch fetteren klang. brandstötter hat sich bereit erklärt, ihm beim tragen zu helfen, so eine gusseiesenposaune ist ja nicht ganz leicht.

im winter könnte man das ding auch als ofen verwenden und kastanien drinnen braten.

 

26.8.

yeah!

es geht noch noch!!

wir haben gestern in limoges gespielt und im prinzip war alles in ordnung. zoltan hat gemeint, dass er noch zwei oder drei dezibel von seiner normalen lautstärke entfernt ist, thomas hatte nachher blaue lippen und robert meint, dass sein c´ nicht so duftig klang wie normal. das c´´´ sei hingegen sogar besser als vor dem urlaub gewesen. prof. paul merkte an, dass der rotwein beim letzten mal besser geschmeckt hatte und roman blies sich nur zwei minuten lang aus, um sich dann ganz dem nachtleben hinzugeben. brandstötter ist einfach nur selig, nicht mehr üben zu müssen.

 

23.8.

gott sei dank ist unser urlaub bald zu ende!
wir wollen wieder blasen dürfen!
dieses ganze herumgefahre und ausgespanne und sonnengebräune und urlaubsgeflirte und sich wohlgefühle wird doch völlig überschätzt!!
wir wollen endlich wieder wir selbst sein dürfen!

wer braucht denn einen latte macchiato auf mallorca?
gondeln in venedig?
blödes herumgekraxle auf sinnlosen schweizer alpengipfeln in dünner  luft?
disneyland in frankreich?
oder gar einen badeurlaub am millstättersee in kärnten?

wir nicht!!!!

vorne heisse luft und hinten lauter ton,
das ist unsere mission!

 

19.8.

gerhard und thomas haben mit brandstötter geredet.
bzw. haben sie es versucht.

seiner meinung nach braucht tubaüben noch weniger gehirntätigkeit als einen film mit jolie gucken.
deswegen übt er lieber.

er möchte im urlaub einfach keine unnütze energie verschwenden.

wo er recht hat, hat er recht.

16.8.

brandstötter übt.
auf seiner tuba.
im urlaub.
was das genau bringen soll, weiß eigentlich niemand.
was erwartet er sich davon?
dass er besser tuba spielen lernt?
und wer braucht einen besseren tubaspieler?

niemand braucht einen tubaspieler.
also braucht auch niemand einen besseren tubaspieler, so einfach ist das.
irgendwer muss mit dem armen kerl reden.

er soll doch mal ausspannen.
ein buch lesen.
oder zumindest ein comicheftchen. mit leicht verständlichen bildern. und einfacher handlung.
oder irgendeinen film mit angela jolie angucken. da kann er seine gehirntätigkeit nahezu ausschalten.

 

13.8.

roman ist aufgeflogen.
beim fitnesstest.
seine laktatwerte entsprachen in ungefähr  denen des masseurs der truppe.
der hat allerdings 108 kilogramm bei einer größe von 1,64 metern.
und ist 56 jahre alt.

aus der traum.
kein transfer.
keine millionen.
keine villa für die mamma.

und wir überlegen auch schon, ob wir ihn in dem zustand überhaupt noch mitspielen lassen sollen bei uns.
nur gut aussehen ist zu wenig!
die inneren werte müssen passen! laktatwert, leberwert und triglyceride.

 

11.8.

roman hat uns eine ansichtskarte aus dem trainingslager der italienischen fussballnationalmannschaft in neusiedl am see geschrieben!??
eigentlich wollte er dort zum windsurfen fahren, wurde aber dann mit einem der spieler verwechselt und gibt seither interviews am laufenden band. über frauen, über fußball im allgemeinen, über den italienischen fußball im speziellen, über´s kochen, über seine mamma und wie wichtig ihm sein familienclan ist. es wird gemunkelt, dass er für einen transfer nach england im gespräch sei. für eine dreistellige millionensumme.
natürlich nur, wenn seine mamma eine ordentliche villa auf clubkosten bekommt.

 

8.8.

robert macht das, was er in den ferien immer macht.

zunehmen.

 

4.8.

über prof. pauls urlaubsaufenthaltsort ist nichts bekannt. er hat angekündigt, sich mit einigen renommierten europäischen schneckenforschern treffen zu wollen, um neueste wissenschaftliche erkenntnisse bezüglich der überlebensfähigkeit von nackt- aber auch bekleideten -schnecken in basstrompeten (vorzugsweise in b gestimmt) in ariden gegenden auszutauschen. wir sind alles sehr neugierig auf die ergebnisse, zumal ja gerade prof. pauls basstrompete eher als humid zu bezeichnen ist. auf jeden fall werden seine bahnbrechenden erkenntnisse die menschheit wieder ein gutes stück weiterbringen.

 

1.8.

also was soll man sagen. brandon und zoltan finden sich so sympathisch, dass sie beschlossen haben, ihren sommerurlaub gemeinsam zu verbringen. und zwar in dem schon angesprochenen klo unseres lieblingspubs in finland. sie schätzen beide die offene, kreative und kommunikative atmosphäre, die dort herrscht. ausserdem bietet der raum optimale akustische bedingungen zum üben. 1,4 sekunden nachhall und wenn die spülung rauscht denkt man unwillkürlich an händels wassermusik.


ein ort für künstler eben.

30.7.

oh ja, es gibt facetten, von denen wir nichts ahnten.

die klotür des einzigen pubs im ortes ist nicht versperrbar. man unterhält sich also während der zu absolvierenden vorgänge in sitzender tätigkeit freundlich mit den vorbeikommenden menschen und versucht diese zu überzeugen, dass man seinen sitzplatz a) definitiv noch für eine weitere minute in anspruch zu nehmen gedenkt und b) ihn auch nicht teilen möchte. c) nein, auch nicht für eine halbe minute.


ausserdem haben wir gestern die drei youngsters von canadian brass getroffen. joe burgstaller, jeff nelsen und brandon ridenour. tolle kerle und echte gentleman. wir haben uns abgewechselt dabei, die klotür von aussen zu bewachen und den jeweils einsitzenden herren sorgenfreie drei minuten zu gönnen.

danach wechselten wir in die disco. wir haben über alles ausser über musik gesprochen. wer das wort musik aussprach musste eine runde bezahlen. wer das wort brass aussprach, zwei. wer canadian oder mnozil sagte, drei.

man kann schon jetzt von einem unvergesslichen abend sprechen.

 

28.7.

morgen reisen wir nach finnland, genaugenommen nach lieksa.

um die letzten beiden konzerte vor der sommerpause zu bestreiten.

wir waren vor zwei jahren schon einmal da und waren faziniert von der kultur des landes. die menschen waren alle freundlich und trugen zum trinken am abend ausschließlich holzfällerhemden in grau und blau. zum trinken während des tages trugen sie ausschließlich holzfällerhemden in rot und grün.

in der einzigen disco des ortes spielte live eine hardrockband. auch in holzfällerhemden. die damen und herren beherrschten fünf gitarrenriffs ganz meisterhaft, konnten lauter spielen als wir und begannen pünktlich um vier uhr morgens mit dem ersten set. was uns große bewunderung abrang!

finnland ist klasse, und vielleicht gibt es ja diesmal weitere facetten zu entdecken!

 

17.7.

wir haben gestern in der ausverkauften münchner oper gespielt.

robert fiel gleich am anfang der vorstellung in den nicht abgedeckten orchestergraben, weil er seine brille nicht aufhatte. und dann weigerte er sich, wieder aus dem graben herauszukommen, weil er auf dem notenpult eines cellisten ein magazin gefunden hatte, das wenig text und viele bilder enthielt.

von menschen, die wenig bekleidung anhatten.

genaugenommen von weiblichen menschen, die genaugenommen eigentlich gar nichts anhatten.

thomas, der in rausholen wollte, blieb dann auch unten.

roman auch.

es wurde eine der kürzesten opernaufführungen, die es jemals gab.

 

14.7.

in dieser woche spielen wir in deutschland drei verschiedene programme.

irmingard, das gelbe vom ei und magic moments.

das könnte gefährlich werden. soviel noten kann sich niemand merken.

wir überlegen, ob wir aus den drei shows nicht eine machen sollen.

nur zur sicherheit.

merkt eh niemand.

 

11.7.

wir sind wieder ganz in europa angekommen.

in wien regnet es.

gestern haben wir in interlaken in der schweiz gespielt und die hotelbar hat pünktlichst um 23.30 uhr geschlossen. und zwar ohne rücksicht auf uns und die zu erwartenden großen umsätze.

der zug zum flughafen genf hatte 10 minuten verspätung.

british airways konnte im computersystem zwar eine reservierung für die tuba finden, aber nicht, ob der extrasitz auch bezahlt wurde. brandstötter brauchte eine stunde zum einchecken.

die internetbenutzung im hotel kostet wieder etwas!

wir sind zuhause!!!!!!

 

9.7.

roman hat uns gerettet!

wir sind wieder in wien!

nachdem wir schon zwei tage am flughafen herumlungerten, ohne tickets (danke gerhard), ohne kohle (danke abgelaufene kreditkarte), ohne hoffnung (danke lieber gott) packte roman von hunger gepeinigt wild entschlossen seine trompete aus und spielte die heimwehmelodie. es dauerte keine viereinhalb sekunden, bis ein freundlicher manager des flughafens erschien und uns auf einen gratisflug  zu einer destination unserer wahl einlud, wenn nur roman sofort mit dem trompete spielen aufhörte.

danke roman!!!

 

7.7.

wir würden gerne nach hause fliegen.

gerhard hat sich erinnert, aber leider an nichts konkretes. seiner meinung nach wäre ab der landung in tokyo jeder für sein flugticket selbst verantwortlich gewesen. möglicherweise.

aufgrund diverser abende in diversen lokalitäten konnte er aber nicht einmal das mit sicherheit behaupten.

erinnerungsunvermögen aufgrund fortgeschrittenenen erinnerungsunvermögens sozusagen.

 

5.7.

morgen fliegen wir nach hause!

wahrscheinlich.

gerhard, der die reise gebucht hat, findet leider gerade die flugtickets nicht.

beim herfliegen hatten er sie naturgemäß noch, aber danach sind seine erinnerungen etwas verwaschen.

er ist sich nicht ganz sicher, ob er sie a) in einer bar in osaka gegen bares oder b) in einer bar in tokyo gegen diverses oder c) in einer bar in hiroshima gegen flüssiges eingetauscht hat.

prof. paul hat ihn mit durchaus martkanter stimme darum ersucht, sich zu erinnern.

 

2.7.

wir waren gerade eben in einem running sushi restaurant  zum mittagessen.
leider hat robert den titel des lokals falsch interpretiert und ist während des essens immer nebem dem förderband, auf dem das essen herumfährt, hergelaufen. weil er doch abnehmen will. er ist gelaufen und hat gegessen. gleichzeitig.

leider hat er mehr hunger gehabt als er während des laufens an kalorien verbrennen konnte, deshalb müssen wir wohl von einer negativen energiebilanz sprechen.

für die anderen gäste im lokal war es auch nicht so besonders gemütlich, zumal er dann auch noch zu schnaufen und zu schwitzen begann.

nächstes mal gehen wir wieder in ein sitting sushi.

 

1.7.

gestern abend sind wir in einen original bayrischen biergarten gegangen.

es gab ausschließlich bayrische spezialitäten!

misosuppe, reis und tofu.

hmpf.

 

28.6.

zum frühstück misosuppe mit reis.

zum mittagessen reis mit misosuppe.

zum abendessen misosuppe, reis und tofu.

hmpf.

25.6.

es gibt eine lösung: das österreichische infrastrukturministerium hat sich spontan bereit erklärt, den japanischen kollegen kurse anzubieten, wie man eine eisenbahn wirklich leitet. an folgende inhalte ist gedacht: wir schaffe ich es, züge nicht nur versehentlich sondern mit system zu spät kommen zu lassen. wie warte ich einen zug dahingehend, dass das triebfahrzeug (landläufig: die lokomotive) schon bei der abfahrt defekt ist. wie entschuldige ich mich nicht für pleiten, pech und pannen.

und der wichtigste kursinhalt: wie teile ich ein unternehmen in eine genügend große anzahl von sparten auf, um sicherzugehen, dass eine hand nicht weiß, was die andere tut.

 

wir fühlen uns jetzt schon ein wenig wohler.

die japanischen kollegen sind ungeheuer schnell im erfassen von situationen und lerninhalten und schaffen es bestimmt, uns die eine oder andere verspätung zu ermöglichen. womit sie sich schwertun könnten sind grundlose verspätungen, aber da fällt uns auch noch was ein.

 

 

23.6.

wir haben probleme, uns auf die japanische kultur einzustellen.

wir benützen als transportmittel ausschließlich die eisenbahn, sowohl die s-bahn als auch die superschnellen shinkansen und haben  in den ersten vierzehn tagen unserer tour keine einzige zugverspätung erlebt. keine einzige!!! nicht einmal um eine minute!!!!!!! wir halten das nicht mehr aus!!!  das macht uns fertig!!!

wir sind es als kunden der österreichischen und der deutschan bahn gewöhnt, dass ein zug mindestens zehn minuten verspätung hat. wenn nicht fünfzehn oder zwanzig. aber die japanische bahn schenkt uns nicht einmal eine minute! wir brauchen es, dass wir einmal pro woche einen anschlusszug wegen einer betrieblichen störung verpassen. wir haben ein recht auf unsere verspätung!!!!

wir kommen hier immer pünktlich an!!!!

wo soll das hinführen? irgendwer muss doch für einen solchen mißstand die verantwortung übernehmen! eine eisenbahn ohne verspätung ist keine richtige eisenbahn!

gebt uns nur einmal fünf minuten, sonst verlieren wir den glauben an das gute im menschen.

19.6.

robert hat sich vorgenommen, in japan gewicht zu verlieren. deshalb geht er in jedem hotel  ins fitnessstudio und unterhält sich mit den trainern über die verschiedenen sportgeräte. dann unterhält er sich mit den trainerinnen über die geräte. danach ist er erschöpft und muss einen imbiss zu sich nehmen. danach gibt es eine kleine siesta und dann kommt schon der nachmittagskaffee, der von verschiedenen japanischen süßspeisen untermalt wird.

wird sind uns nicht ganz sicher, ob dieses konzept zum erfolg führen wird.

16.6.

seit unserer ankunft hat sich wenig geändert. wir haben aufgrund der kurzen aufenthaltsdauer von einem monat hier in japan beschlossen, die zeitumstellung ausfallen zu lassen und verblieben in mitteleuropäischer sommerzeit. das heißt, dass wir immer kurz nach dem aufstehen am morgen (japanischer abend) ein konzert spielen und danach der tag (japanische nacht) für uns beginnt. am abend (japanischer morgen) gehen wir dann zu bett. nicht ohne vorher die gastronomischen seiten japans ausführlich genossen zu haben.

wir lieben dieses land! irgendwie ist es hier wie in schweden im winter. es ist immer dunkel und man braucht keine sonnencreme.

11.6.

wir sind angekommen.

zugegebermaßen um einen tag später als geplant. weil wir nämlich irrtümlich zuerst in manila gelandet sind. robert und sein pilotenfreund hatten so ein nettes gespräch im cockpit, bei dem es um sonnenbrillen, uhren und discotheken ging, dass sie nicht so genau obacht gaben, wo sie den flieger landeten. ausserdem sah man die stewardessen verdächtig oft mit diesen kleinen wodkaflaschen und mit knabberzeugs vorne in der kanzel verschwinden. was wiederum dazu führte, dass sich hinten wer um´s essen und trinken kümmern musste. was wir verbleibenden sechs natürlich gerne und in goßzügiger art und weise taten. wir führten also das catering und vor allem die bordbar ihrer finalen bestimmung zu und danch spielten wir noch ein wenig auf. es sollte sich ja jeder wohlfühlen an bord! es wurde ein wenig getanzt, hauptsächlich cha-cha-cha und rumba, und möglicherweise wurden auch ein bis zwei kinder gezeugt.

endlich in tokyo gelandet kugelte eine etwas ramponierte aber sehr fröhliche passagiermeute aus dem flieger, versicherte sich ewige treue und zerstreute sich.

9.6.

heute geht es los!

wir fliegen für einen monat nach japan!!
zwanzig konzerte!!

robert freut sich am allermeisten. er darf während des fluges vorn beim kapitän sitzen. das ist nämlich der cousin einer freundin der betreiberin eines sonnenstudios bei ihm um die ecke.

zur vorbereitung ist er in den letzten wochen jeden tag einmal mit dem kettenkarussell gefahren, damit ihm nicht schlecht wird. ausserdem hat er sich eine tolle  fliegeruhr, eine ray ban sonnenbrille und eine kapitänsmütze gekauft. in dem aufzug wurde er auch öfters in den angesagten discotheken wiens gesehen.

da will es einer wohl ganz genau wissen...

23.5.

gestern sind wir auf den klausenpass gefahren, um filmaufnahmen zu machen.

alles lief glatt, wir haben super gearbeitet! als wir zurückfahren wollten sind wir draufgekommen, dass sich der autoschlüssel in einem rucksack im kofferraum des mietautos befand. und das auto versperrt war. obwohl keiner von uns das auto abgesperrt hatte. weil sich das auto nämlich ganz einfach selber versperrt, wenn man den kofferraum schließt. nach einer stunde telefonieren und einer weiteren stunde warten kam der pannendienst, um uns nach einer einminütigen inspektion des autos lapidar mitzuteilen, dass man keine chance hätte, in das auto hineinzukommen. ausser mit einem zweitschlüssel. oder wenn man die scheibe einschlüge. der zweitschlüssel sei aber irgendwo in zürich. wir telefonierten wieder, diesmal länger, und heute wurde uns der zweitschlüssel geliefert. damit wir das auto wieder von der passhöhe holen konnten.

welcher ¶“¿¿¿, “¡¡≠0, ¿¿'E, völlig ver„„„¶[| ingenieur denkt sich so einen grenzenlosen schwachsinn aus.

danke vw passat, danke vw technik, danke vw.

20.5.

zoli wartet noch immer.

er steht vor dem bühnenausgang und wartet. wir bringen ihm ab und zu was zu essen und zu trinken vorbei, sonst verhungert uns der bursche.
gestern kam ein mädchen vorbei, wie er uns freudestrahlend erzählte.  leider war sie die freundin des posaunisten der band, die am tag nach uns in der location auftraten. doppelter knockout.

 

16.5.

so was blödes!

alles lief soweit ganz gut, die premiere des konzertes war ziemlich schnell vorbei, es war sogar zahlendes publikum da, wir machten uns siegestrunken auf den weg zum bühnenausgang, um die kreischenden fans zu beruhigen, um die babies zu küssen, um telefonnummern auszutauschen, um uns um die mädels zu kümmern, um die nacht zum tag zu machen und um jede rockband alt aussehen zu lassen.

wir warteten auf die groupies, aber da waren keine!!!

kein einziges!!!!!!

wir haben sicherheitshalber zwei stunden lang gewartet, aber die kamen nicht!

nichts, nicht einmal der hauch eines groupies war zu sehen.

wir brachen weinend zusammen.

das leben ist so öde.

13.5.

wir stehen wieder einmal knapp vor einer premiere und glauben, die ultimative erfolgsformel gefunden zu haben..

wir haben uns prof. paul ergeben und alle basstrompetenkonzerte einstudiert, die bisher geschrieben wurden. wir wollten nicht, er ließ uns aber keine andere wahl, weil er uns drohte, sonst auch noch ein okarinakonzert zu spielen.

robert hat heimlich die zeit mitgestoppt. wir kommen auf eine gesamtkonzertlänge für unser nächstes programm von 6 minuten und 23 sekunden. und da ist die 20 minütige pause nach den ersten drei basstrompetenkonzerten schon miteingerechnet.

alle in der gruppe sind begeistert, weil wir noch nie eine so kurze show hatten und uns dementsprechend natürlich mehr um unsere weiblichen fans kümmern können!!!

wer braucht schon zwei stunden blasmusik, wenn 6 minuten 23 auch reichen!!!!!

9.5.

prof. paul ist der unumstösslichen meinung, dass das ganze programm sich um einige wirklich attraktive basstrompetenkonzerte ranken sollte. ein oder zwei stücke, die nichts mit einem basstrompetensolo zu tun haben, würde es seiner meinung nach auch vertragen, auf keinen fall aber mehr als drei.

wir sind begeistert.

5.5.

wir werden ein neues programm machen.

wir sind uns einig darüber, ein neues programm zu machen.

wir möchten ein neues programm machen.

wir sind von der notwendigkeit, ein neues programm zu machen, vollkommen überzeugt.

wir können uns nur leider gar nicht darüber einigen, welche stücke wir spielen sollen.

 

3.5.

wir sind in wirklichen schwierigkeiten. in echten, tiefen, profunden schwierigkeiten. wir stehen vor einem massiven problem. nichts kleines, nein! ein ehrliches, großes problem! nichts, womit man scherz treiben könnte. auch alkohol ist keine lösung. viel tiefer, viel größer, viel beängstigender als uns lieb ist.

 

28.3.

wir kommen gerade von einem zweiwöchigen hawaiiurlaub zurück.

herr ikea hat uns doch noch rumgekriegt.

wie er das geld zusammengekratzt hat wissen wir nicht, aber er hat uns diese blöde sandburg echt abgekauft, und zwar für richtig viel kohle.

jetzt hat er eine sandburg und wir haben nichts.

man glaubt ja gar nicht, wieviel geld man in hawaii ausgeben kann.

am letzten tag musste robert sogar die schlüssel von seinem nagelneuen ferrari cabrio kombi zurückgeben, weil es sich das benzin nicht mehr leisten konnte.

14.3

der hat noch zweimal angerufen, der feine herr ikea!

und uns noch mehr kohle angeboten.

so nicht.

nicht mit uns!

 

11.3.

die ganze sache ist geplatzt.

weil wir über geld gesprochen haben.

er hat uns das ungefähr 200fache dessen angeboten, was irgendwie noch realistisch ist.

der glaubt wohl, wir sind blöd!

mit uns nicht!!

der wollte uns billig abzocken!!!

uns den mund wässrig machen, unser system kopieren und dann natürlich niemals bezahlen!!!! soviel wie der uns angeboten hat hat ja gar niemand!!! und schon gar keine kleine möbelfirma irgendwo in schweden mit zwei, drei filialen.

die möbelbranche ist auch nicht mehr das, was sie früher mal war.

sollen er und seine kunden halt weiterschrauben, ist uns doch schnurz!!!!!

8.3.

gestern haben wir herrn ikea getroffen. er dürfte wohl nicht nur in seinem ort eine filiale haben sondern in der nachbarstadt auch. wenn wir ihn richtig verstanden haben setzt er seine möbel nach einer art heimwerkerschraubsystem zusammen. beziehungsweise müssen das die kunden selber machen. die kaufen zuerst die teile bei ihm und müssen es dann trotzdem selber machen. der spart sich so einen haufen arbeit. wahrscheinlich hilft er am nachmittag immer seinem bruder im elektroladen.

sein etwas schräges firmenmotto ist: wohnst du schon oder schraubst du noch?

und genau hier liegt der hase im pfeffer. er möchte von diesem system wegkommen und auf unser absolut perfektes sand-wasser system, das ja vollkommen ohne schraubverbindungen auskommt, umstellen. prinzipiell sind wir nicht abgeneigt, aber man muss halt einmal über geld sprechen.

4.3.

herr ikea hat sich wieder gemeldet. er möchte unbedingt, dass wir die sandburg nach schweden mitbringen. irgendwie scheint er sehr interessiert zu sein, wie wir das ganze ding ohne schrauben zusammengebastelt haben. geduld und spucke, kann ich nur sagen. und viel wasser. egal, jetzt nehmen wir die burg erst einmal mit nach schweden. den bürgermeister haben wir rausgeworfen, der hat vielleicht gezetert.

 

ich trau dem herrn ikea auch noch nicht so richtig über den weg, aber was soll´s. am telefon war er sehr freundlich und hat uns gleich geduzt.

1.3.

gestern sind wir von einem gewissen herrn ikea aus schweden kontaktiert worden. der dürfte irgendwie einen kleinen familienbetrieb führen, der möbel oder tische oder irgendsowas herstell. von vorhängen hat er auch was erzählt. die näht wahrscheinlich seine frau. und lampen haben die auch. wahrscheinlich ist sein bruder elektriker. und ein geschäft, wo man schwedische lebensmittel kaufen kann, ist auch dabei. was ja keine große kunst ist, wenn man in schweden lebt.

der hat irgendwas von einem vorschlag geredet wegen der sandburg. uns kommt es ein wenig sehr komisch vor, aber bitte, anhören kann man sich das ganze ja einmal.

er wollte sich in den nächsten tagen nochmals melden.

27.2.

nächste woche gehen wir auf tournee nach schweden und das stellt uns vor einige schwierigkeiten. wir können unsere burg nicht solange alleine lassen. was ist, wenn es regnet? wird der bürgermeister in unserer abwesenheit loyal bleiben? wer garantiert uns, dass die kinder nicht die burg stürmen?


momentan tendieren wir dazu, die tournee abzusagen.

19.2.

gestern hat sich der bürgermeister persönlich bei uns gemeldet.
wegen der sandrückgabe und so.
wir haben ihn zu einem lokalaugenschein gebeten und jetzt bringen wir ihn nicht mehr raus aus der burg. glücklich und zufrieden sitzt er da mit einem gelben eimerchen und einer roten schaufel und vermischt wasser mit sand zu einer wundervollen braunen sauce, die zuerst gut formbar ist und dann steinhart wird.
mittlerweile ist er auch der felsenfesten überzeugung, dass es eine zumutung ist, dass die kinder ihren sand wiederhaben wollen. ein paar von seinen parteilakaien sind jetzt für ordner und bewachungsdienste freigestellt und wir können ungestört spielen.


16.2.

echt geil.
wir sind alle voll reingekippt.
sandspielen ist das größte!
gemeinsam haben wir eine sandburg gebaut, die alles bisher dagewesene in den schatten stellt. wir haben nächtens von allen umliegenden kinderspielplätzen peu a peu den ganzen sand zusammengeklaut und ein schloss von einer burg gebaut.
zwei stehen immer schmiere und schmeissen die kinder raus, die auch mitspielen wollen. sandspielen ist aber nix für kinder. sandspielen ist was für echte kerle!
die stadtverwaltung hat ganz vorsichtig angefragt, ob sie den sand wieder haben können.
Wegen der kinder und so...
Und weil die anderen sandkisten so leer sind.

Hä, hä, hä.

Nein, können sie nicht.

11.2.

aber es kommt kein sand...

weil sieben der lastwägen ihren sand direkt nach neapel gefahren haben, dort gibt es wohl eine größere baustelle, an der viele ehrenwerte menschen beteiligt sind.
drei der lastwägen waren nicht ausreichend motorisiert und sind schlicht und einfach nicht über den brennerpass gekommen.
weitere zwei lastwägen waren überladen und wurden sofort an der österreichischen grenze aus dem verkehr gezogen.

die restlichen fünf lastwägen sind gar nicht losgefahren, weil robert  beim verhandeln des fuhrpreises zwölf mit siebzehn vertauscht hat und daher nur für zwölf fuhren bezahlt hat...

unsere trompeter sind sehr niedergeschlagen.

das tiefe blech von mnozil brass hat sich daher spontan bereit erklärt,  einen nachmittag lang mit den trompetern auf einen kinderspielplatz ihrer wahl zu gehen, alle kinder aus der sandkiste zu vertreiben und auch nicht wieder hineinzulassen, um so robert, thomas und roman wenigstens einen nachmittag lang den traum von der eigenen sandburg zu verwirklichen.

9.2.

da stehen sie nun und warten mit dem sandschäufelchen in der hand...

6.2.

unsere tollen jungs vom hohen blech haben eine blitzsaubere, hochintelligente und überzeugende lösung für den transport der sandburg von italien nach österreich gefunden.
sie haben die sandkörner durchnumeriert, den ganzen sand dann auf 17 muldenkipper geschaufelt und werden die burg mithilfe der numerierung in österreich originalgetreu wieder aufbauen.
die können nicht nur blasen, die sind auch technisch ganz schön versiert. da muss man erst mal draufkommen...

 

4.2.

robert fühlt sich in italien nicht so wohl wie gedacht, und möchte seinen hauptsandburgwohnsitz nach österreich verlagern. was nicht ganz einfach werden könnte, weil die sandburg 44 meter lang, 38 meter breit und und 16 meter hoch ist. die vier wachtürme sind je 25 meter hoch. thomas und roman sind wieder nach italien gereist, um mit ihm gemeinsam nach einer lösung zu suchen.

wenn es um die wirklich wichtigen dinge im leben geht hält die trompetengruppe zusammen wie pech und schwefel.

27.1.

leider mussten wir robert in italien zurücklassen.
Er wollte und konnte sich von seiner sandburg, die er mittlerweile in echtgröße gebaut hatte nicht trennen. architektonisch ist die sandburg ist eine stilsichere mischung aus alcatraz, neuschwanstein und der villa von paris hilton. robert möchte damit im sommer, wenn die touristen kommen groß durchstarten und führungen gegen eintritt anbieten. ausserdem heißt er ab sofort natürlich nicht mehr robert rother sondern roberto di rota und man sieht sein gesicht vor lauter sonnenbrille nicht mehr. klassisch zurückgegeltes haar und diverse silber und goldkettchen an hals und armen unterstreichen seine transformation zum sandburgunternehmer.



24.1.

brandstötter hat heute einen echten klassiker geliefert.

er hat auf italienisch essen bestellt, obwohl er überhaupt kein italienisch spricht.

zuerst kam eine vorspeise, irgendwas mit fisch, worüber er sich sehr freute. dann kam eine zweite vorspeise, irgendwas mit fisch und muscheln, worüber er sich auch noch freute. danach wäre er für eine kleine hauptspeise bereit gewesen, hatte aber nicht mit der dritten vorspeise gerechnet, nämlich fisch überbacken in kleinen häppchen. nach der dritten vorspeise trat bei brandstötter das ein, was man als tiefes sättigungsgefühl bezeichnet. allerdings folgte jetzt die hauptvorspeise, natürlich nudeln alla siciliana con irgendwas obendrauf, die von brandstötter fälschlicherweise für die hauptspeise gehalten wurde. danach wurde ihm nur mehr eine gabel gebracht, und trotz einer leichten ermattung freute er sich auf eine süße nachspeise. fehlanzeige. jetzt kam fisch, in großer menge, frittiert, gebacken, gedünstet und sonstwie zugerichtet. da ihn der kellner ganz offensichtlich als nicht vertrauenswürdig einstufte und daher keine sekunde aus den augen ließ aß brandstötter alles bis auf die letzte schwanzflosse auf.

ehrlich gesagt wissen wir nicht, ob er heute am abend in der lage ist, ein konzert zu spielen, da er seit mehreren stunden auf seinem hotelbett liegt und außer kleinen seufzern im halbstundentakt keine weiteren lebenszeichen von sich gibt.

23.1.

mann oh mann, wir sind hier im tiefsten winter gelandet.

wir frieren uns bei +15 grad celsius den allerwertesten ab und es regnet in einer tour. jacken haben wir natürlich keine mitgenommen, weil süditalien für uns automatisch sommer, sonne und dolce vita heißt. robert hat sich schon einen dicken schnupfen eingehandelt, weil er überhaupt nur mit einem paar kurzer hosen, zwei t-shirts, flotten sandalen mit weißen tennissocken und seiner schnorchelausrüstung hier angekommen ist. jetzt sitzt er schon seit zwei tagen am strand und wundert sich, dass der eiskiosk geschlossen hat.

21.1.

welche freude! wir durften bereits um 04.45 uhr morgens das hotel verlassen, um den frühflug von berlin nach münchen zu erwischen. in münchen durften wir dann im anschlussflieger nach rom wegen dleichten schneefalles zwei stunden warten.

in rom durften wir dann nach brindisi umsteigen und waren schon um 16.00 uhr in unserem hotel in taranto.

auf allen drei flügen wurden uns sandwiches gereicht, die geschmacklich irgendwo zwischen alter zellulose und frischem fensterkitt  angesiedelt waren.

reisen ist super!

20.1.

wir sind heute eigens nach berlin geflogen, um uns bei unserem lieblingsitaliener gebührend auf unsere morgen beginnende italien tour einzustimmen. wir arbeiteten uns durch diversi antipasti zu den nudeln vor, danach gab es verschiedenen fleichgerichte aus dem piemont (für robert gab es wie immer eine tofupizza), im anschluss kamen wir nicht umhin, diverse süßspeisen auszuprobieren, um das ganze dann gemütlich bei einer käseplatte für 10 personen ausklingen zu lassen (robert hatte noch ein wenig hunger). danach ließen wir uns diverse italienische volkstänze vorführen, um nicht als völlige banausen dazustehen.

1.1.

wir latschten gestern am abend eine stunde durch moskau, um ein offenes lokal zu finden, das auch nur schwach frequentiert war.
die russen waren wohl alle auf dem roten platz, auch die russischen lokalbesitzer.
wir tranken bier aus großen gefäßen und wodka aus unmerklich kleineren.
spontane tanzeinlagen auf tischen und bänken wurden von russischen milizionären, allesamt brüder von ivan drago und alle über zwei meter groß, schnell und effizient beendet.

heute ist der tag des in uns gehens und der neuorientierung.
aber erst am nachmittag...

 

31.12.

thomas kommt nicht mit dem frühflug von bratislava über prag nach moskau, weil dieser von czech airlines ohne angabe von gründen gecancelt wurde.
danke czech airlines.

thomas kommt jetzt mit einem mittagsflug direkt von wien, und zwar mit air berlin.
tausend dank air berlin.
bezahlen mussten wir ihn aber schon.
danke czech airlines.

thomas trifft überpünktlich um 18.15 uhr im tschaikowsky konservatorium ein.
um 19.00 uhr spielen wir ein ausverkauftes Konzert vor ca. 1723 menschen.
danke czech airlines.

 

30.12.

wir sind heute in moskau angekommen.
um für diese stadt gerüstet zu sein führte uns der erste weg zum geldautomaten.
alle bekamen kohle, nur robert verweilte ungewöhnlich lange vor dem gerät und kam dann ohne geld zurück. er glaubt, dass ihn die kyrillischen schriftzeichen aus dem gleichgewicht geworfen haben und er deshalb auf die falschen knöpfe gedrückt hat. wir glauben, dass er seine bankomatkarte in den schlitz des gerätes hätte stecken sollen und nicht seine zimmerkarte vom hotel.

danach absolvierten wir das übliche besuchsprogramm: zehn minuten auf dem roten platz, zwei stunden im dahinterliegenden kauhaus gum.

am abend essen wir in landestypischen restaurants: prof. paul und brandstötter in einem amerikanischen steakhouse, gerhard in einer bayrischen schweinsbratenhütte, roman, robert und zoltan beim inder.

thomas kommt morgen mit dem frühflug von bratislava über prag nach moskau.

 

23.12.

wir haben unsere mission praktisch abgeschlossen!
robert sei dank!
dieser held des alltags hat sich seit dem abklingen seiner glühweinallergie mit dreifachem elan durch die weihnachtsmärkte gepflügt.
wie ein schneepflug schob er die menschenmassen auseinander und schuf uns so eine schneise, in der wir adlergleich von markt zu markt flogen und unbestechlich unsere expertisen im dienste der sache leisteten.
robert, du großer unter den kleinen, du mildtätiger unter den bedürftigen, du kerl unter den mundstückablutschern.

möge das christkind dir alle deine wünsche erfüllen, ganz besonders jenen nach der barbiepuppe, die du schon als kind so gerne gehabt hättest und die du nie bekommen hast.

18.12.

bertl is back!!

ein mann wie ein felsen!

ein kerl wie zeus!

ein hüne wie hannibal!

ein trompeter wie robert rother!

ein, äh..., wurscht.

bertl is back!!

 

14.12.

der advent ist eine knallharte zeit.

wir liegen momentan bei 21 absolvierten märkten. äussere (wetter) und innere (durst und hunger) widrige umstände sorgten dafür, dass wir in den letzten tagen nicht genug weihnachtsmärkte überprüfen konnten. ausserdem trat bei robert eine unvorhersehbare glühweinallergie auf, weswegen er als tester praktisch flachfällt. er hat ganz plötzlich doppelt bis vierfach gesehen und sein gleichgewichtssinn war nicht mehr vorhanden. ein zufällig anwesender arzt verordnete ihm umgehend vier liptauerbrote und riet ihm, für einige tage nur wasser zu trinken, um die allergie in den griff zu bekommen.

für uns bedeutet das nichts gutes.

die übrigen sechs müssen jetzt wirklich zusammenhalten.

 

3.12.

es geht uns gerade besonders gut, weil wir spielfrei haben!!!!

zeit für die wirklich wichtigen dinge im leben.

wir treffen uns jeden tag auf einem anderen weihnachtsmarkt in wien und führen anonyme punschverkostungen durch. die qualität ist durchwegs in ordnung, es hat sich aber momentan noch kein spitzenpunsch herauskristallisiert.

sieben märkte haben wir schon durch, zweiundvierzig liegen noch vor uns.

pro markt bewerten wir im schnitt 7, 22 punschstände.

pro punschstand brauchen wir im schnitt zwei bis drei stunden, weil wir natürlich auch den kinderpunsch, den glühwein und den grog testen. ausserdem die dargebotenen speck, wurst und schmalzbrote.

prof. paul meint, dass wir bis weihnachten möglicherweise  nicht alle 49 weihnachtsmärkte schaffen werden.

der wird sich noch wundern.

19.11.

wir sind wieder versöhnt! wir waren vier tage in fürth und haben einen super kneipe gefunden.

tapas und rotwein.

mehr muss auch gar nicht gesagt werden.

wir haben quasi eine viertägige tapas kur gemacht. sehr belebend für den organismus. und so gesund. wie ein jungbrunnen. die ganzen organe wurden gereinigt. und durchgespült.

das leben ist herrlich!

08.11.

wir sind mal wieder unterwegs und mussten uns gestern nach dem konzert unbedingt mit wein stärken. wir fanden eine vertrauenserweckende kneipe und verfügten uns umgehend ins innere. zur auswahl standen ein weißwein und drei rotweine. riesling, trollinger, pinot grigio und irgendeine rebsorte, deren namen wir noch nie gehört hatten.

es war ein desaster.

sowas klebriges, marmeladiges und gezuckertes hatten wir schon lange nicht mehr vorgesetzt bekommen, was den riesling und den trollinger betraf.

der pinot und die rebsorte, deren namen wir noch nie gehört hatten schmeckten verdächtig ähnlich und waren wahrscheinlich aus demselben kanister in flaschen gegossen worden.


in unserer not leerten wir alle vier weine zusammen und das ergebnis war deutlich besser als die einzelkomponenten. es wurde ein sehr lustiger abend, weil wir natürlich sofort das beste mischungsverhältnis herausfinden mussten.

der heutige tag verläuft solala, die augen könnten ein wenig größer und der kopf ein wenig kleiner sein...

27.10.

es ist vollbracht.

nach einer woche probenarbeit haben wir unseren ersten auftritt im goldenen saal des wiener musikvereines absolviert. die tonkünstler spielten in höchstform, der dirgent christian jäärvi entlockte der partitur nuancen, von denen bisher niemand wusste und wir bliesen, dass die stukkaturen leise von der decke rieselten. großer jubel des publikums und eine kleine nachfeier mit hundert leuten, die auch nicht von schlechten eltern war. musikalisch waren wir zwischen bach, schönberg und zappa angesiedelt, lautstärkemäßig zwischen ac/dc und metallica.

schöööööön.

20.10.

morgen ist es soweit! wir werden zum ersten mal mit symphonieorchester spielen. mal sehen, mal sehen. wir werden uns allergrößte mühe geben, jeder hat sich einen frack gekauft, die fingernägel sind poliert und die lackschuhe werden zweimal täglich auf hochglanz gebracht.

10.10.

prof. paul hat dem ganzen spuk ein ende bereitet. irmingard sei noch immer seine figur und wenn er sage, dass sie nicht schwanger zu sein habe, dann habe sie nicht schwanger zu sein.

ende der durchsage.

es bleiben zurück ein zerkrachtes ärzteteam, zwei geschmalzene honorarnoten von den rechtsanwälten und ein zerknirschter europäischer hochadel. wo es doch heutzutage so schwierig sei, echte aristokratenkinder zu zeugen. immer mischt sich was bürgerliches drunter. diese einmalige chance. unwiederbringlich vertan.

5.10.

wir haben die mittlerweile ein paar rechtsanwälte eingeschaltet.

die sollen jetzt einfach hin und herstreiten ob schwanger oder nicht.

der europäische hochadel hat sich auch zu wort gemeldet und betont, wie froh man sei, dass es endlich wieder mal nachwuchs in ausreichender zahl geben könnte.

queen elizabeth würde auf jeden fall zwei bis drei patenschaften übernehmen, prinz charles auch und beatrix von holland würde gerne die taufkerzen spenden.

ferderik von dänemark hat sich auch gemeldet und sich erboten, seine ganz private kleine 800 quadratmeter kapelle für die zeremonie zu öffnen. bertl hat ihn zurückgerufen und sich bedankt, er möchte aber doch lieber in seinem stift melk bleiben. seinetwegen können aber alle gekrönten häupter gerne zur taufe vorbeikommen.

25.9.

es wird kompliziert.

der urologe von prof. paul hat gesagt, dass er auf keinen fall schwanger ist.

die gynäkologin von irmingard behauptet, dass sie auf jeden fall schwanger ist.

da sowohl ärztin als auch arzt anerkannte kapazunder auf ihrem jeweiligen fachgebiet sind, findet momentan eine ziemlich heftige expertendiskussion auf höchster ebene statt.


die salzburger festspiele haben sich natürlich auch eingemischt und sich im falle einer schwangerschaft das vertragliche recht zusichern lassen, als koproduktionspartner der oper bei der namensgebung der prinzen mitwirken zu dürfen. herbert 1-7 würde ihnen gut gefallen, gerard schon weniger und bei jürgen wurden bedenklich die häupter gewiegt.

die ruhrtriennale wiederum sieht es deutlich entspannter, fordert aber aus gründen der gleichberechtigung zumindest vier mädchennamen, auch wenn das jetzt sagen wir für prinzen vielleicht ein wenig seltsam klingt.

taufpaten und innen werden gesucht.

19.9.

houston, wir kennen uns momentan gerade auch nicht so aus.

irmingard war gestern bei ihrer gynäkologin und die hat ihr freudestrahlend zur schwangerschaft gratuliert. sie trägt sieben kleine prinzen unter ihrem herzen, jeder mit einer kleinen krone auf dem kopf. bertl ist überwältigt vor glück und sucht gerade eine adäquate behausung für die kommende großfamilie.

ein größeres schloss irgendwo in europa würde den beiden schon reichen.

schönbrunn in wien würde den beiden ganz gut gefallen.

15.9.

houston, wir haben ein problem.

irmingard ist schwanger.

 

12.9.

da wir gestern in berlin spielten haben sich alle so nach und nach wieder eingefunden. irmingard und bertl, der schöne prinz aus melk knutschen die ganze zeit rum, als gäbe es kein morgen. küßchen hier, küßchen da und das ganze trallala.

irmingard hat sanft gerötete wangen und einen augenaufschlag wie eine fleischfliege. natürlich nur für bertl...

einen kleinen tick hat sie auch entwickelt: sie streichelt sich immer so komisch über ihren bauch.

 

6.9.


es ist ein bißchen einsam zur zeit. menschenleer die ganze szenerie. keiner da, nur aus den umliegenden wäldern hört man interessante und durchaus lustvolle geräusche.

wenn nur die gage schon da wäre, dann könnte man wieder auf etwas weniger anstrengende zeitvertreibe umsteigen.

shopping zum beispiel.

 

3.9.

wir haben es geschafft!

irmingard ist verheiratet.

bertl, der schöne prinz aus melk hat sie gekriegt und wird mindestens zwölf nachkommen mit ihr zeugen.

das hat er zumindest angekündigt.

alle anderen haben irgendwelche zofen von irmigard abbekommen und sind in den umliegenden wäldern zwecks gegenseitigen kennenlernens und des austausches von körperflüssigkeiten verschwunden.

sollten uns die salzburger festspiele in den nächsten tagen auch noch die etwas überfällige gage ausbezahlen kann man überhaupt von einem gänzlich gelungenen opernwerk sprechen.

 

12.8.

die arbeit ist uns über den kopf gewachsen, also haben wir den ganzen krempel hingeworfen und sind auf abenteuerurlaub gefahren. rafting, hiking, biking, climbing, eating, drinking, sleeping, snoaring und noch ein paar mehr gefährliche sachen. robert ist nach dem drinking aus dem bett gefalling und hat sich den kopf angehauing. er ist noch nicht wieder bei vollem bewusstsein, aber für die salzburger festspiele wird es schon reichen. solange er auf die bühne walking kann...

 

20.7.

es geht voran, aber es ist mühsam.

die trompeter können schon alles, aber das ist ja auch leicht, immer nur melodie zu spielen und ab und zu eine terz dazuzugeben.

die posaunisten üben ihre begleitmuster wie die wahnsinnigen und werden immer besser.

brandstötter hingegen übt unverzagt an seiner b-dur tonleiter herum, weil er glaubt, dass die ganze oper in b-dur geschrieben ist und er sich da schon irgendwie durchwursteln kann.

das könnte sich als fehler erweisen, zumal im zweiten teil nach der pause alles in es-dur ist.

wir sagen es ihm aber nicht, da muss er schon selber draufkommen.

11.7.

wir sind grade dabei, die oper auswendig zu lernen.

das ist vielleicht eine ......., also so was ........., ein extrem unnötiger .......

man sollte den regisseur ....... und die komponisten sollte man an den ........ aufhängen und die auftraggeber sollte man zuerst ....... und dann .......... und wenn sie dann um gnade winseln sollte man sie als draufgabe noch ..............

das wäre schön.

 

3.7.

wir sind in letzter zeit wieder ein bißchen durch die welt geflogen.

es scheint sich nix zu ändern.

thomas´ gepäck wurde beim umladen nach schweden nicht umgeladen, es war nicht möglich, das gepäck nach schweden nachzuliefern, es war aber auch nicht möglich, das gepäck nach hause zu liefern. ganz einfach aus dem grund, weil niemand wusste, wo es geblieben war. eine woche später wurde ein koffer auf dem flughafen in münchen gefunden, der zufällig thomas gehörte. wahrscheinlich wollte der koffer nicht nach schweden, sondern nach münchen, um dort eine weißwurst zu essen. oder vielleicht heimlich bier zu trinken. oder so.

fliegen ist super!

17.6.

wir stecken mitten in den proben zur oper.

irmingard hat sich etwas beruhigt und ist manchmal sogar nicht schroff zu uns. momentan sucht unsere kostümbildnerin noch royale stöckelschuhe in größe 45. sie müssen weiß sein und eine silberne spange vorne haben und die stöckel dürfen nicht niederer als sieben aber auch nicht höher als neun cm sein. die stöckel (auch stilettos wären  möglich) sollten evtl. abnehmbar sein, weil damit vielleicht jemand um´s eck gebracht werden wird. unser regisseur hat sich noch nicht so genau festgelegt. er meint aber, dass eine oper, wo nicht mindestens vier bis fünf handelnde personen ihr leben aushauchen keine oper ist, sondern eine soap oder allerhöchstens eine operette.


wir wissen noch nicht, wer frühzeitig hinscheiden wird, garantiert ist aber eine zwanzigminütige abschieds- bzw meuchelarie pro exitus.

7.6.

heute gewährte uns die holde eine audienz.

alle mnozils mussten sich auf knien ihr nähern und durften ihr dann das gepuderte händchen küssen. zuvor galt es allerdings, zwei stunden darauf zu warten, dass es unserer schönen zu erscheinen beliebte. die audienz dauerte sieben minuten, wir wurden instruiert, dass wir ab jetzt gewaschen und gekämmt sowie mit sauberen fingernägeln zu jeder probe und aufführung zu erscheinen hätten.

dass die besten trompeter der welt hier wunderbare recitals und vorträge halten geht angesichts des glanzvollen auftretens unserer prinzessin völlig unter.

 

6.6.

es wird nicht leichter mit unserer prinzessin.

gestern hatte die stutenmilch, die natürlich täglich gewechselt werden muss, nicht die von ihr gewünschte temperatur von 38,3° celsius. es waren nur 37,8° celsius. das zog eine kaskade übelster anschuldigungen nach sich, die sich gegen alle gerade anwesenden einschließlich der stuten richtete. da prinzessin geruhte, sich während des bades auch eine maniküre angedeihen zu lassen flogen sehr schnell die nagelfeilen und sonstigen accessoires durch das zimmer. eine nicht ungefährliche situation.

 

4.6.

wir sind gerade auf der international trumpet guild conference in banff/kanada und fallen ein wenig aus dem rahmen. prof. paul alias irmingard will und kann aus seiner rolle zwei monate vor der premiere nicht mehr heraus und fällt daher durch leicht exaltiertes benehmen auf. erstens wollte er/sie nicht mit dem auto, sondern mit einer kutsche vom flughafen zum hotel gebracht werden. zweitens hat er/sie im hotel umgehend eine kammerzofe angefordert und war entsprechend ungehalten, als das nicht sofort möglich war. drittens hat er/sie sich natürlich die mit abstand allergrößte suite ausgesucht, umgehend das wasser aus dem jacuzzi entfernen lassen und mit stutenmilch wieder auffüllen lassen. und viertens bleibt das prinzessinnenkrönchen natürlich auch beim baden und schlafen auf seinem hübschen köpfchen.

die kanadier wundern sich gerade ein wenig.

 

27.5.

nachdem in diversen klatschspalten diverser boulevardmedien anderes behauptet wird, möchten wir darauf hinweisen, dass die rollenverteilung zu unserer oper irmingard ausschließlich nach künstlerischen kriterien getroffen wurde. weiters möchten wir betonen, dass niemand von mnozil brass in einem wie auch immer gearteten naheverhältnis zum regisseur steht. dies ist schon allein aus unserem arbeitsverständnis und unserer liebe zur gattung oper gänzlich unmöglich.

26.5.

nachdem robert sich schnöde auf die besetzungscouch geworfen hat blieb uns auch keine wahl mehr. es setzte ein heftiges gebuhle um die gunst des regisseurs ein und keiner schreckte vor etwas zurück.

die rollenverteilung:

prof. paul gibt prinzessin irmingard

robert gibt bertl, den schönen prinzen aus melk

thomas gibt diverse rollen, unter anderem herolde und prinzen

roman gibt den kaiser

gerhard gibt einen indischen prinzen

zoltan gibt amor

brandstötter gibt einen pinzgauer bastardprinzen

 

18.5.

alles ist aus.

robert wird den prinzen spielen. warum er ihn spielt muss hier ja wohl nicht mehr erklärt werden. auch er...

9.5.

es ist entschieden.

prof. paul wird die prinzessin spielen.

aber ganz sicher nicht, weil er am besten dafür geeignet ist. nein, nein, das nicht. auch nicht, weil er so hübsch oder intelligent oder gar beides ist. oder weil er so toll basstrompete spielt. nein.

es ist ganz einfach so, dass er mit dem regisseur gevögelt hat.

schlicht und ergreifend.

es geht hier offensichtlich nicht um kunst, talent oder sonstwas.

es geht wieder mal nur um das eine.

es ist so enttäuschend.

dieser elende opportunist! das hätten wir nie gedacht von ihm. er sagt aber, er hätte es nicht mehr in seiner funktion als prof. paul sondern bereits in seiner rolle als prinzessin getan. er trage ja für sein ganzes reich eine große verantwortung und müsse einen nachkommen zeugen.

elendes gewäsch.

besonders hart hat es roman getroffen.

er hat nämlich auch mit dem regisseur...

 

5.5.

jetzt hat es auch robert erwischt. gestern ist er weinend zusammengebrochen.

seit einer woche hat er versucht, einen passenden prinzessinen-bh zu finden. für brustumfang 115 und körbchengröße g hat er aber in ganz wien nichts gefunden. er ist von dessousgeschäft zu dessousgeschäft geeilt und überall schlug ihm erstaunter unglaube entgegen. und eine maßanfertigung wäre einfach zu teuer. alleine der stoff wäre schon unerschwinglich und dann müsste man noch drei schneider bezahlen, die mindestens eine woche arbeit hätten. und zuallererst müsste man klären, ob man damen oder herrenschneider beschäftigt.

alles viel zu kompliziert.

wir haben beschlossen, dass robert einen stallburschen spielen darf, dafür braucht er nicht einmal ein neues kostüm.

28.4.

brandstötter fällt auch weg. seine tuba wäre zwar wirklich ein optimaler ersatz für eine prinzessinenhandtasche, aber das teil stinkt!!! wir haben seine tuba heimlich untersucht und vermuten, dass irgendein tier darin verendet ist. robert konnte sich auch noch daran erinnern, dass er bei unserer letzten recording session die reste seiner pizza in den trichter geleert hat. und thomas war ganz erstaunt, dass man auf dem ding auch spielen kann. er dachte immer, das sei ein wunderschöner großer aschenbecher und hat es auch dementsprechend benutzt. worauf ihn prof. paul erzürnt zurechtwies und ihm klarmachte, dass man in ein goldenes campingklo, was eine tuba ja unzweifelhaft sei, auf keinen fall zigarettenkippen werfen dürfe. als campingklo dürfe man sie aber natürlich jederzeit benutzen, was er auch ganz regelmäßig mache...

22.4.

jeder gegen jeden!

ein sibirisches eishockeymatch ist ein freundliches teekränzchen gegen das, was sich bei uns abspielt. jeder will die prinzessin sein. jeder! und keiner gibt nach.

thomas kann sie aber nicht mehr spielen, weil sich zoltan mit ihm einen heißen boxkampf geliefert hat und unglückseligerweise genau seine prachtvoll geformten lippen erwischt hat. die sehen jetzt aus wie diese aufgespritzten von dieser blonden dingsda aus dieser beach dingsda serie, aber mal zwei. wie der reifenschlauch eines trucks.

unmöglich für eine prinzessin.

in zoltans augen spiegelt sich aber auch nix mehr, schon gar keine puszta. der muss froh sein, wenn er aus diesen aufgequollenen blaurotgelben sehschlitzen überhaupt noch irgendwas zu sehen kriegt. thomas hat ihm sowas von einem doppelhaken links rechts zack bumm mitten auf´s aug gegeben, dass die erde jetzt noch bebt.

bleiben noch fünf über...

 

17.4.

jetzt will auf einmal jeder die prinzessin sein, eh klar!

thomas, weil er so sinnliche lippen hat.

robert, weil eine frau unter einhundertzehn kilogramm keine echte frau ist.

roman, weil er beine so schlank wie ein rehlein hat.

prof. paul, weil nur ein basstrompetist eine prinzessin überzeugend geben kann.

gerhard, weil er die schönsten ohren hat.

zoltan, weil sich in seinen augen die puszta widerspiegelt.

brandstötter, weil in seiner tuba alles platz hat, was sich normalerweise in der handtasche einer prinzessin befindet.

es ist zum verzweifeln!

keiner will mehr den heldischen prinz spielen, niemand will zofe sein und musik am instrument  machen will schon gar keiner mehr.

die probenarbeit ruht auf unbestimmte zeit.

 

10.4.

wir sind wieder ein wenig am streiten.

robert hat plötzlich seine weibliche seite entdeckt und will jetzt auf einmal unbedingt die prinzessin sein. wir lehnen das aber strikt ab, weil er aufgrund seines momentanen körperlichen umfanges eher zwei prinzessinnen verkörpert als eine. was heißt hier eher zwei, korrekt müsste es eher zweieinhalb heissen. das findet er voll diskriminierend, weil seiner meinung nach dicke prinzessinnen die gefragtesten sind. wir finden das nicht. wir denken einfach, dass es nicht praktikabel ist, weil ihn ausser einem gabelstapler momentan niemand auf händen tragen kann. und der stapler muss auch aufpassen, dass er nicht vornüberkippt.

7.4.

wir stecken schon mitten in den vorbereitungen für unser opernprojekt bei den salzburger festspielen. momentan spießt es sich ein wenig bei rollenverteilung. es ist nämlich so: irgendjemand muss irmingard spielen, eine prinzessin von edler herkunft aber zweifelhaftem benehmen. und das will sich natürlich keiner antun. momentan schaut es so aus, als ob roman in den sauren apfel beissen müsste. erstens haben seine guten manieren, wenn sie jemals vorhanden waren, im knast ein wenig gelitten. und zweitens bringt er aufgrund seiner wasserkur momentan die idelamaße für eine anorektische prinzessin mit. er will noch nicht so recht, aber wir bleiben dran.

 

30.3.

roman ist frei!

wer uns kennt weiß, wie sehr wir darum gekämpft haben, den schrecklichen justizirrtum aufzuklären, der an roman verbrochen wurde. wir sind von pontius zu pilatus gelaufen und haben sogar amnesty international eingeschaltet, um ihn freizubekommen. vergebens, es hat alles nichts genützt. erst als prof. paul angekündigte, ein benefizkonzert für roman auf der basstrompete vor dem gefängnis zu spielen, ging alles ganz schnell. roman kam binnen 10 minuten frei und man ersuchte prof. paul höflichst, von seinem vorhaben abstand zu nehmen. tja, da sieht man mal wieder, dass man mit kunst doch etwas bewirken kann. roman geht es übrigens gut, er ist rank und schlank und endlich einmal ausgeschlafen. wenn er seine bewährungszeit überstanden hat nehmen wir ihn vielleicht sogar wieder als gesellschafter mit ins boot. aber nur vielleicht, wir wollen doch schließlich nichts überstürzen. und gerade in geldfragen muss man bei ex-knackis ja vorsichtig sein.

 

23.3.

roman wurde aus sicherheitsgründen überraschend in ein anderes gefängnis verlegt weil durchgesickert ist, dass ein fluchtkommando bestehend aus zumindest zwei frauen, die sogar zur gewaltanwendung bereit waren, ihn unter allen umständen raushauen wollte. er sitzt jetzt in einem hochsicherheitstrakt und verflucht den tag, an dem er geboren wurde. seine nahrungsration von wasser und brot wurde auf wasser gekürzt.

 

20.3.

wir haben roman gestern besucht. er scheint sich gut einzuleben im knast.

er ist ein bißchen muskulöser geworden, weil er sehr viele liegestützen und klimmzüge und sit ups und solche sachen macht. sein bauch wird zusehends weniger. wir haben angeregt, dass er noch möglichst lange bei wasser und brot gehalten werden wollte, und dann kann man eventuell ein resozialisierungsprojekt starten. wir kümmern uns inzwischen um´s erdöl. geteilt wird natürlich durch sechs, weil wir einen knasti einfach nicht als gesellschafter mit im boot haben wollen.

 

15.3.

roman wurde dabei beobachtet, wie er alte plastikflaschen aus receyclingcontainern fischte. jemand rief die polizei und er wurde hopsgenommen. als roman der obrigkeit dann zu erklären versuchte, dass er die flaschen für ein ganz großes erdölprojekt brauche und der rolls royce schon bestellt sei haben die schlicht und einfach erkannt, dass er ne meise hat. als er ihnen dann auch noch erklärte, dass er solotrompeter bei mnozil brass sei, war es überhaupt vorbei mit aller ernsthaftigkeit. sie haben ihn einfach für komplett verrückt gehalten. trotzdem rief einer der polizisten bei uns an, um sich klarheit zu verschaffen. wir haben ihm gesagt, dass wir den spinner auch nicht kennen und dass sie ihn ruhig ein bißchen einsperren könnten. bei wasser und brot, wenn möglich, weil roman in letzter zeit ohnehin ein wenig zugelegt hat.

 

9.3.

es gibt möglicherweise einen weg aus der krise:

ein befreundeter scheich hat sich bei uns gemeldet, und uns erzählt, dass in seinem land das erdöl schön langsam ein wenig knapp wird. deshalb möchte er uns die ganzen vinylplatten zu einem sehr guten preis abkaufen und sie wieder zu erdöl einschmelzen, um danach zb schallplatten oder plastikstühle oder joghurtbecher oder so was damit zu produzieren. wir sind noch am verhandeln, aber es schaut gut aus, dass wir demnächst in öl machen. wir haben vorsorglich einmal bei rolls royce angefragt, was sieben weiße silver shadow bei ihnen kosten. zoltan möchte sich auch gerne ein beduinenzelt kaufen, um authentischer zu sein.

 

5.3.

jetzt haben wir wirklich ein problem.

aufgrund diverser kommunikatorischer unschärfen hat die plattenfirma geglaubt, wir wollen unser neuestes produkt als schallplatte auf den markt bringen. und zwar aus vinyl. dabei wollten wir nur die größe einer vinylplatte, weil wir doch soviel musik aufgenommen hatten, aber natürlich als cd.

blöderweise haben wir zwei millionen exemplare bestellt, weil wir felsenfest von der qualität der aufnahmen überzeugt sind und fix mit einem grammy und diversen anderen auszeichnungen rechnen. und wenn der hype losbricht, dann müssen wir natürlich genug cds auf lager haben usw.

wir haben jetzt genug schallplatten auf lager und sind ein bißchen pleite, weil die braucht überhaupt niemand.

 

29.2.

wir hatten ein problem.

unser tontechniker hat uns eröffnet, dass man auf eine cd nur etwas mehr als eine stunde musik geben kann. star wars geht sich nicht aus und der ring auch nicht.

wir haben ihn beauftragt, deshalb ein neues cd format für uns zu entwerfen. er ist sehr zuversichtlich, dass er es schafft. um mehr musik hinaufzubekommen werden die neuen cds ungefähr so einen durchmesser haben wie früher die vinylschallplatten.

vielleicht sogar ein wenig größer.

man kann sie ganz normal im dc player anhören, man muss nie nur vorher ein paar mal falten, damit man sie hineinbekommt. zusätzlich kann man sie auch als reservereifen für fahrräder bzw. für automobile bis 1200 kg gesamtgewicht verwenden.

27.2.

gestern war nicht so unser tag, weil wir uns auf kein gemeinsames stück einigen konnten. die posaunisten waren geschlossen für stücke mit namen wie "das posaunenteufelchen" oder "der verwegene posaunist" oder "posaunenglut im abendrot". das konnte keine mehrheit finden, weil so einen schwachsinn niemand hören will. irgendwer muss die cds ja auch kaufen.

robert wollte unbedingt alle highlights aus "cats" und "das phantom der oper" aufnehmen. leider wollte er auch singen und das geht schon gleich überhaupt gar nicht.

wir vertagten uns also auf heute.

und heute war es richtig toll!

alle waren gut drauf, deshalb haben wir am vormittag gleich die gesamte filmmusik von "star wars" in einem neuen, tollen arrangement, das unser unnachahmlicher tonvirtuose prof. paul für sieben blechbläser hergestellt hat, aufgenommen. und da reden wir immerhin von gut sechzehn stunden musik. am nachmittag haben wir dann ein paar kleinere sachen bewältigt, unter anderem alle brandenburgischen konzerte, ein paar mozartsymphonien und als highlight den ring des nibelungen. was sind wir für ein toller haufen!

 

 

26.2.

unsere cd-aufnahmen laufen hervorragend.

wir haben gestern um 09.00 uhr begonnen.

d.h. um 09.30 uhr waren alle soweit eingeblasen. abgesehen von zoltan, der verschlafen hat und daher erst um ca. 10.45 uhr warmgeblasen war. um 11.00 uhr haben wir also frohen mutes die mikros eingestellt und justiert, wobei es zu ersten kleineren reibereien kam. thomas wollte direkt ins mikro blasen, weil er sich mehr punch wünschte. robert eher nicht so direkt, weil das seinem ton mehr schmeichelt. roman gar nicht, weil er am montag vormittag nicht so gern arbeitet usw. usw.

wir haben dann von 12.00-18.00 uhr eine ausgiebige mittagspause gemacht.

thomas aß beim inder.

robert beim chinesen.

roman beim thai.

prof. paul brachte aus sparsamkeit ein kleines butterbrot von zuhause mit.

zoltan aß beim polen.

gerhard beim italiener.

brandstötter beim griechen.

 

um 18.00 uhr beschlossen wir, am nächsten tag weiterzumachen, da wir rechtschaffen müde waren.

 

24.2.

morgen gehen wir ins tonstudio, um wieder einmal ein bißchen was aufzunehmen. wir sind sehr nervös.

die stücke sind extrem schwierig!

die trompeten spielen nur über dem dreigestrichenen c, die posaunen müssen tonleitern staccattissimo und in cis dur bewältigen und die tuba hat sogar fast unspielbare achtelnoten, allerdings immer auf gleicher tonhöhe.

sogar prof. paul hat zum ersten mal in seinem leben länger als zwanzig minuten am stück geübt. er ist ja dreifacher akademiker und sieht das ganze normalerweise eher aus der gehobenen position des verbeamteten basstrompeters.

dieses mal zeigt selbst er nerven!

 

21.2.

schau mich nicht so bettelnd an, tagebuch.

ich schreib in dich wann ich will.

und in letzter zeit wollte ich halt nicht.

ich bin dir ja wohl keine rechenschaft schuldig, oder?

und wie komme ich überhaupt dazu, dir immer meine intimsten geheimnisse anzuvertrauen?

wer garantiert mir, dass du nichts ausplauderst?

und wer garantiert mir weiters, dass es nicht wieder heimlich meine mama liest, hä?

ich besorge mir jetzt erst mal ein großes vorhängschloss und dann sperr ich dich ab.

und dann wird nur mehr im geheimen geschrieben. und zwar noch viel geheimer als bisher.

31.1.

die letzten tage waren nicht sehr lustig.

wir hatten die ganze party leider etwas knapp kalkuliert und die kalkulation dann um ein vielfaches überschritten. deswegen verfügten wir im endeffekt nicht über genügend monetäre reserven in liquider form. das wiederum führte in direkter folge dazu, dass wir von einigen schergen des - wie sich im nachhinein herausstellte ganz und gar widerwärtigen -  clubbesitzers gezwungen wurden, diverse hilfstätigkeiten  manueller art und weise in seinem betrieb auszuführen.

ekelhaft, das ganze.

unsere zarten künstlerhände sind auf jahre hinaus ruiniert, ganz zu schweigen von unseren empfindsamen künstlerseelen.

von diesem tiefschlag werden wir uns wohl nie wieder vollständig erholen.

25.1

vorgestern haben wir geburtstag gefeiert.

genau am 23.1.1993 haben wir unseren ersten öffentlichen auftritt gehabt.

zur feier des tages haben wir uns eine kleine orgie geleistet.

um uns angemessen vorzubereiten haben wir zuerst alle in stutenmilch gebadet. danach mani- und pediküre. abschließend alle mit ausnahme von brandstötter zum friseur, um uns eine hippe dauerwelle machen zu lassen.

um punkt 21.00 uhr wurde im hipsten club von wien die erste flasche champagner geköpft. unzählige weitere sollten folgen. um 21.30 uhr gaben 20 nackte tänzerinnen eine kleine einlage. danach führten die lipizzaner, die berühmtetsten pferde wiens, ein ballett vor. um 22.00 uhr sangen die wiener sängerknaben für uns das ave verum und um 22.30 uhr überreichte uns der bürgermeister das goldene ehrenzeichen der stadt. um 23.00 uhr gab es eine kleine schlägerei unter freunden und um 23.30 war die bar zum ersten mal leergetrunken. ab 24.00 uhr wird das erinnerungsvermögen ein wenig unscharf, was da aber auch schon egal war. um 01.00 uhr verlor thomas beim pokern ein kleines vermögen an roman und um 02.00 uhr verlor er ein noch größeres an gerhard. danach gab es wieder eine kleine schlägerei unter freunden. um 03.00 uhr kamen nochmals die tänzerinnen. um 04.00 beschlossen wir, die gruppe aufzulösen. um 04.05 beschlossen wir das gegenteil. um 04.30 fanden wir roman selig schlummernd auf dem klo und um 04.50 uhr mussten wir das lokal verlassen.

14.1.

wir haben zoltan mit allen ehren wieder in die band aufgenommen. uns ist sein body mass index völlig egal, auch wenn er über 30 liegt. ein posaunist muss blasen können, nicht gut ausschauen. gut auszusehen ist vielleicht sogar eher ein nachteil, weil man sich dann nicht auf´s blasen konzentrieren kann. na ja, was soll´s, fesche posaunisten gibt´s eh keine. alleine schon durch die komische zugtechnik wird der rechte arm über die jahre um gut und gerne 10 zentimeter länger als der linke arm. schaut natürlich blöd aus, vor allem im anzug, ist aber musikalisch von vorteil. einem posaunisten, der zwei völlig gleich lange arme und keine verspannungen im nacken hat ist per se schon zu misstrauen.

7.1.

zoltan ist wieder zuhause.

bedingt durch weihnachten hatte er mehrere fressanfälle. leider wurde er dabei von einem ganz fiesen paparazzo abgeknipst und am nächsten tag konnte er sich in allen galazeitungen taiwans beim kuchenessen zusehen.

 

gaaaanz schlecht für´s image als fitnessguru.

 

er mussta als minister abdanken, die fernsehshows wurden ihm entzogen und er wurde  zur persona non grata  gestempelt.

momentan lässt er sich in der betty ford klinik für die reichen und schönen behandeln, weil er felsenfest an ein comeback glaubt.

und wenn das auch nichts gebracht hat, wovon wir ausgehen, dann kann er unseretwegen wieder bei mnozil brass die posaune bedienen.

bauch hin oder her.

 

24.12.


gestern haben wir auf dem rückflug von taiwan in abu dabi zwischenstopp gemacht und unsere alljährliche weihnachtsfeier abgehalten. zoltan konnte leider nicht dabei sein, weil ihn sein amt als minister vollkommen an taiwan bindet. es war trotzdem sehr lustig, weil wir eine abu dabische volkstanzgruppe gebeten hatten, uns ein bißchen vorweihnachtliche stimmung herbeizutanzen. die haben das sehr gut gemacht, allerdings kamen die mit vierzig leuten an und jeder hatte zwei kamele dabei. ausserdem brauchten sie eine abu dabische blaskapelle, die volksweisen intonierte. nochmals sechzig leute. sehr, sehr stimmungsvoll das ganze, aber da wir nur zwei stunden zwischenstopp hatten fand das alles in der flughafenhalle statt und die platzte fast aus allen nähten. und die verkäuferinnen vom chanel shop fanden es nicht so toll, dass die kamele ihren shop als gemeinschaftstoilette auserkoren hatten.

irgendein duft zog die viecher dort magisch an.

und wieder einmal bestätigte sich eindrucksvoll, dass große tiere große haufen machen.

frohe weihnachten.

 

21.12.

gestern war zoltan zu gast in vier fernsehshows. seine neue sportkollektion wird von armani kreiert werden, alles in pink natürlich. er hat mittlerweile sieben bodyguards, weil er so berühmt ist. ausserdem wird zoltan sportminister von taiwan.

wahnsinn!

20.12.

zoltan bekommt eine eigene fernsehsendung!

die taiwanesen fahren voll auf ihn ab und er soll jetzt der vorturner der nation werden. ausserdem ist der bau eigener posaunenzugwurfstadien geplant. so richtige megadomes sollen das werden, wo auch bowlinghallen, schwimmbäder und fitnessclubs untergebracht werden. auch der bau einer schihalle ist im gespräch.

 

19.12.

zoltan wird ein star! seit gestern haben die leute angefangen, mit zoltan mitzuturnen! wie man das halt von den jane fonda und cindy crawford und sonstigen videos halt so kennt. alle sind rosa angezogen und jubeln bei zoltans erscheinen. und wenn sie genug herumgehopst sind werfen alle posaunenzüge durch die gegend. da es bereits ein paar verletzte durch die herumfliegenden teile gegeben hat haben sich jetzt alle auf eine gemeinsame wurfrichtung geeinigt.

 

17.12.

voll geil, kann ich nur sagen.

zoltan nimmt sein fitnessprogramm richtig ernst und turnt sich die seele aus dem leib.

und da wir gerade in taiwan sind und es recht warm ist macht er das immer im park gegenüber vom hotel. in der früh und am abend. die taiwanesen rund um ihn herum machen ganz bedächtige tai-chi übungen, nur zoltan hüpft zur musik aus seinem ghettoblaster im rosa kostümchen durch die gegend. er hat natürlich auch ein rosa stirnband und rosa schweissbänder am arm. der typ sieht einfach nur rattenscharf aus! heute morgen gab es bereits einen kleinen menschenauflauf, der ihm beim rumhopsen zusah. nach den hopsübungen dehnt er seinen körper ein wenig und dann schleudert er seinen posunenzug mit herkulischer kraft durch den park. im moment das wegschleuderns schreit er natürlich laut, wie man das von den speerwerfern halt so kennt.

16.12.

zoltan möchte sein leben ändern und wir werden ihm dabei helfen!

als erstes möchte er 1,5 kilogramm abnehmen. das geht natürlich nicht ohne strenge diät und ohne sportliche betätigung. er macht ab sofort die sehr beliebte jojo fettverbrennungs friß die hälfte kur. ausserdem möchte er jetzt biathlet werden, und zwar im posaunenzugspeerwurf und in rhythmischer sportgymnastik. er hat sich ein enges rosa trikot mit leggins gekauft und schaut sich fitnessvideos von cindy crawford an.

er ist auf dem richtigen weg.

 

14.12.

zoltan hat es geschafft!

er bekommt von uns die goldene ehrennadel!

er hat zum fünfundzwanzigsten mal verschlafen, seit er bei mnozil angefangen hat!

dieses mal in tokyo!

ein toller hecht!

aber was sollen wir ihm schenken?

einen pyjama mit eingebauter weckvibration?

eine feuerwehrsirene?

oder ein kindermädchen, das ihn jeden tag um acht uhr abends wickelt, füttert und ins bett bringt, damit er am nächsten morgen ausgeruht aufstehen kann?

 

11.12.

irgendwie ist bei zoltan was durcheinandergerutscht.

wir haben heute in tokyo ein konzert gespielt und er war um ein drittel schneller fertig also wir. er hat konsequent immer um ein drittel schneller gespielt als der rest der band. mitte des zweiten teiles ist er dann nachdem er die zugaben gespielt hat nach mehreren verbeugungen abgegangen. es hat alles ein bißchen komisch geklungen, das möchten wir gar nicht verhehlen. die zuhörer waren aber glücklicherweise total begeistert, so was geiles haben sie noch nie gehört. völlig spacig irgendwie.

seine begründung nach dem konzert war, dass das leben hier in tokyo schneller läuft als anderswo, und deswegen müsse man sich anpassen.

alles andere wäre unhöflich.

er bewegt sich übrigens auch um ein drittel schneller. das merkt man aber nicht, weil er vorher eh immer eine schlaftablette war. er hat jetzt quasi normaltempo angenommen.

 

10.12.

keine erinnerung.

nix, nada, niente, rien.

zoltans gehirn ist so leer wie das eines jeden anderen posaunisten.

was sollen wir bloß machen?

wir sind wieder einmal im tal der tränen.

vorbei der traum vom schnellen glück.

alle üben wieder reumütig skalen und tonleitern.

 

7.12.

von wegen teufelskerl...

der kerl kann sich an gar nichts mehr erinnern!

wir haben ihn, den debil grinsenden, zum flughafen geschleppt, nach taiwan verfrachtet, ins hotelzimmer gebracht, ihm die posaune beim konzert angewärmt und so weiter. mittlerweile spricht er wieder, aber das rezept ist weg!!! der weiß überhaupt nicht mehr, was er in seinen supersaft hineingemixt hat!!! und wir haben schon den rubel rollen gesehen:"mnozil-jetzt auch als wundersaft erhältlich!" oder "trinken sie sich glücklich" oder "one mnozil a day keeps the doctor away" und so weiter.

red bull wäre neben uns verblasst!

und coca cola auch!

pepsi sowieso!

wir haben zoltan eingesperrt und lassen ihn nicht mehr raus, bevor er sich wieder erinnern kann.

idiotisch ist sowas.

der mixt das getränk des jahrtausends und dann das.

 

4.12.

dieser zoltan ist ein teufelskerl!!
voll krass abgefahren, das zeug! 

leider hat er selber die doppelte ration genommen und sitzt noch immer still vergnügt lächelnd auf dem sofa. er sagt kein wort aber das ist ja auch gar nicht so wichtig.

helden müssen nicht sprechen.

helden müssen einfach nur da sein.

 

2.12.

uiuiui

 

30.11.

bbbbbbbbbrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

28.11.

yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy

eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)

25.11.

zoltan wird sein ultraneues weihnachtsgetränk übermorgen direkt an uns ausprobieren, weil ihm tierschützer mit einer anzeige gedroht haben, wenn er niedliche kleine kaninchen zu versuchszwecken mißbrauchen sollte.

und wer muss es ausbaden?

wir.

als menschliche versuchskaninchen.

er hat uns vorsorglich ein kleines bißchen gefesselt, damit wir ihm nicht abhauen können und tänzelt vorfreudig erregt um einen blubbernden kessel, aus dem immer wieder grünlich schimmernde fontänen emporschießen.

19.11.

der arme zoltan! ein unvorhersehbarer kaltwettereinbruch hat all seine forschungsarbeit über den haufen geworfen. sein getränk war nur für plusgrade konzipiert, er hat einfach nicht mit minusgraden im winter gerechnet. er ist aber schon wieder unverdrossen an der arbeit und murmelt dauernd was von stärker machen, mehr prozente, mehr power, denen mal so richtig einheizen usw.

wir sind sehr gespannt.

12.11.

wir können schon gemeinsam jingle bells und und ein irisches trinklied singen.

prof. paul meint, dass man das irische lied nicht mitzählen darf, weil das kein weihnachtslied sei. wir sind aber so stolz drauf, weil gerade dieses lied, in der richtigen umgebung intoniert, den menschen ein zufriedenes lächeln auf´s gesicht zaubert. und den text versteht eh keiner.

zoltan bastelt noch immer an seinem supertollen weihnachtsgetränk herum, in seiner küche blubbert und zischt es, dass es nur so eine freude ist. er meint, er könne, wenn er weiterhin so rasende entwicklungsfortschritte macht, das ganze bald  im tierversuch erproben.

7.11.

wir fangen an, uns schön langsam auf weihnachten einzustellen. wir üben weihnachtslieder und summen vor uns hin. lebkuchenduft durchweht unsere küche und zoltan bastelt an einem besonders wundervollen weihnachtsgetränk.

28.10.

vorgestern haben wir unseren österreichischen nationalfeiertag gefeiert. landläufig auch tag der fahne genannt. frage nicht...


22.10.

heute haben wir einmal klartext geredet mit unserem verliebten. und ihm einmal ordentlich die meinung gesagt. wie fies er ist. und dass seine alte tuba vielleicht schon ein paar falten hatte aber doch sonst noch ganz ok war. und dass er sich vom glanz der neuen nicht blenden lassen solle.

zuerst hat er uns ganz traurig angeschaut, und dann hat er gemeint, dass er doch schließlich auch das recht auf ein klein wenig glück in seinem leben hätte.

dass er uns gleich so auf die moralische psychotour kommen würde, damit haben wir nicht gerechnet.

wir sind jetzt auch traurig.

 

18.10.

ausserdem verhält er sich so, als ob es nie eine andere tuba in seinem leben gegeben hätte. kein blick zurück, keine dankbarkeit, einfach nix.

typischer fall von midlife crisis.

gepaart mit einem miesen charakter.

uns hat er jeden kontakt zu seiner alten tuba strikt untersagt.

schwein.

16.10.

schätzchen hier, schnuckelchen da, du bist die süßeste, beste, schönste, bla, bla, bla.

der redet so mit seiner tuba.

gestern waren sie zusammen essen. arm in arm. und blumen hat er ihr auch geschenkt. und dann hat er sie mit auf´s hotelzimmer genommen. und dann..., na ja, man kennt das ja. wir hoffen alle, dass sein "schätzchen" bald merkt, was es sich da für ein mieses und charakterlich ganz und gar zwielichtiges subjekt geangelt hat. das kann man gar nicht in worte fassen.

13.10.

es kam, wie es kommen musste.
brandstötter liebt seine neue tuba über alles.
und je mehr wir ihn auf gewisse klangliche auffassungsunterschiede zwischen ihm und uns aufmerksam machen, umso mehr liebt er das ding natürlich.
landläufig würde man das als verknalltes teenagergehabe seinerseits bezeichnen. er muss es doch auch spüren, dass sie nicht zusammenpassen!

grunzen ist zwar schon gleich grunzen, aber auf seiner alten tuba klang das grunzen irgendwie lyrischer.

6.10.

entsetzliches ist passiert: brandstötter hat endlich seine neue tuba bekommen. das entsetzliche ist, dass es immer noch so klingt wie auf seiner alten tuba. und auch so riecht.

dabei soll es heutzutage schon so gute tubisten geben. oder bassposaunisten. ab und zu sogar geruchsfreie. wobei das eher schon noch die ausnahme ist.

 

ein neues spiel, aber kein neues glück.

er ist im siebten himmel, wir sind noch immer im ersten.

3.10.

um jeden irrtum auszuschließen haben wir heute systematisch australien abgesucht. kein leichtes unterfangen, da australien ein wenig größer ist als österreich.

wir haben australien unter uns sieben aufgeteilt: thomas hat das schwimmbad im hotel übernommen, robert den fitnessraum, roman den gesamten vierten stock des hotels, prof. paul den coffeshop gegenüber des hotels, gerhard seine eigene geldtasche, zoltan diverse sehenswürdigkeiten und brandstötter nichts, weil ihm vom vortag noch schlecht war und er nicht aus dem bett kam. er hat aber unter dem bett nachgeschaut.

alle haben irgendwas gefunden.

thomas zb eine alte badehaube

brandstötter zb etwas gebrauchtes feuchtes.

nur gerhard hat gar nichts gefunden. ihm ist eine solche leere entgegengeströmt, dass er sofort begonnen hat, über sein leben nachzudenken.

fazit: in australien gibt es keine kängurus. wir reisen ab.

1.10.

wir waren jetzt fünf tage in melbourne: keine kängurus

heute sind wir von melbourne nach brisbane geflogen.

im taxi zum flughafen: kein känguru

im flugzeug: kein känguru

in der flugzeugtoilette: kein känguru

in brisbane am flughafen: kein känguru

auf der fahrt ins hotel: kein känguru

an der rezeption: kein känguru

im zimmer: kein känguru

in der minibar: kein känguru

die verarschen uns doch hier, oder wie sollen wir das sonst interpretieren?

 

28.9.

wir sind jetzt seit drei tagen in australien und wir haben noch sowas von keinem känguru gesehen, dass alles zu spät ist. die nehmen uns doch auf den arm hier! diese ganzen kängurus sind wahrscheinlich eine erfindung des australischen fremdenverkehrsministeriums!

24.9.

thomas war zur alljährlichen körperlichen routineuntersucheung beim arzt.
es ist alles in bester ordnung, aber seine leberwerte sind stark erhöht.
zoltan hat thomas verschmitzt angelächelt und mantraartig wiederholt, was er schon seit zwei wochen wiederholt: einreiben, nicht trinken.

16.9.

das leben ist schön!

wir treffen uns jeden tag in zoltans zimmer und üben gemeinsam. es ist herrlich ruhig und wir sind den ganzen tag allerbester laune.

zoltan ist ein genie!

 

13.9.

wir haben in zoltan´s übezimmer geschaut, weil wir ihn nicht üben hörten. zoltan war da, keine posaune war da, aber eine flasche besten polnischen büffelwodkas war da. auf unser drängen hat er uns eröffnet, dass er nicht mehr zu üben braucht, weil er sich die lippen immer mit büffelwodka einreibt und das das üben vollständig ersetzt.

einreiben, nicht trinken, wie er uns mehrmals verschmitzt erklärte.

 

10.9.

alle scheinen sich schön langsam wieder in ihr schicksal zu fügen. aus allen übezimmern tönen leise weisen. alle üben oder tun zumindest so.

brandstötter übt nicht, er grunzt ein wenig auf seinem campingklo, das zufällig so aussieht wie eine tuba, herum. klingt so wie immer...

zoltan ist der einzige, den man nicht sieht und nicht hört.

 

7.9.

brrrrrr...

 

4.9.

große scheisse.

 

2.9.

üben ist scheisse.

 

30.8.

wir sind wieder zuhause.
es ist voll langweilig, und üben müssen wir auch wieder.
musik ist doof.


28.8.

morgen holen uns unsere eltern ab.
leider.
es war voll lustig, wir haben uns nie die zähne geputzt und die haare gekämmt. hoffentlich merken unsere eltern nix. einer hat sogar einmal in die hose gepieselt. und einer hat sich in der nacht total in der dunkelheit gefürchtet. mit dem haben wir dann immer gespenster gespielt. und am instrument geübt haben wir aber ganz sicher nicht.
das war überhaupt das allersuperste.

23.8.

heute in der nacht hat thomas was ganz lustiges gemacht. er hat zahncreme unter die türklinke geschmiert und der roman hat heute morgen voll hineingegriffen und ist sich dann mit der hand durch die haare gefahren. hat voll lustig ausgeschaut und voll super die haare verklebt. wir haben so viel gelacht. roman auch. aber zuerst hat er ein bißchen geweint.

21.8.

wir sind gemeinsam auf ein sommercamp gefahren, um die persönlichen beziehungen in der band wieder stärker herauszuarbeiten. wir schlafen alle in einem raum in drei stockbetten, dusche und klo sind am gang. robert ist der glücklichste von uns allen, er darf in einem dreier stockbett ganz oben schlafen. es ist super lustig und wir machen viele gemeinsame spiele. es regnet viel und das essen schmeckt auch super. wir wollen gar nicht mehr heimfahren.

7.8.

die englische königin hat uns auf ihre sommerresidenz zu einem längeren aufenthalt eingeladen, da sie ja eine spezialistin für diverse unangenehme familiengeschichten ist. es war ein bißchen langweilig bei ihr, weil wir so viel tee trinken mussten. ausserdem mussten wir dauernd ihre hunde und pferde streicheln. uns sie wollte natürlich von prof. paul alles über seinen exquisiten kleidungsstil wissen.

wir bleiben endgültig zusammen, sowas wollen wir nicht nochmals durchmachen.

18.7.

die posaunen sind wieder da und mit ihnen die altbekannten probleme.

die scheidung ist doch nicht vom tisch, weil der eine oder andere aus der gruppe, wie sich jetzt herausstellt, eine heimliche geliebte hat. niemand, den man kennen würde. thomas, roman, robert, prof. paul, gerhard, zoltan und brandstötter streiten aber alles ab. ein anwalt muss her.

was heißt einer, sieben anwälte müssen her.

und dann wird das ganze gerichtsanhängig.

und dann wird man ja sehen.

es wird eine schlammschlacht geben, neben der alle querelen des englischen königshauses der letzten dreissig jahre wie ein kindergeburtstag für mundstückablutscher verblassen!

13.7.

alle probleme haben sich in luft aufgelöst, seit wir von einem bösen aussenfeind bedroht werden. die scheidung ist abgeblasen. der zusammenhalt in der truppe ist bestens, wir helfen uns gegenseitig, wo wir können. und wem haben wir das zu verdanken? natürlich british airways!

unsere herren posaunisten prof. paul und zoltan warten seit sechs tagen auf ihre posaunen! sie sind am sonntag von newcastle über london nach wien geflogen, aber nicht die posaunen!

gerhard hätte am sonntag von newcastle nach münchen fliegen sollen, aber sein flug  wurde storniert. als entschädigung wurde er auf samstag vorgebucht, was blöd war, weil wir ihn da gerne beim konzert in newcastle dabeigehabt hätten.

und brandstötters tuba durfte trotz bezahlten extrasitzes nur nach stundenlangen diskussionen den extrasitz in anspruch nehmen.

danke british airways!

 

7.7.

wir haben ein zweiwöchiges eheberatungsseminar absolviert und es ist noch wesentlich schlimmer geworden.

thomas findet, dass wir noch immer viel zu leise spielen und will jetzt dauernd drüber reden. ausserdem fängt er die ganze zeit zu weinen an, weil ihm die therapeutin geraten hat, seine gefühle zu zeigen.

roman hat die ganze zeit nix gesagt, bis wir gemerkt haben, dass er dauernd mit der therapeutin flirtet und sie zum kaffee einlädt. sie hat sich in ihn verknallt und es natürlich sofort abgelehnt, ihn weiterhin zu behandeln, weil sie eine vermischung von beruf und privatleben strikt ablehnt. da hat sich´s wieder wer gerichtet.

robert hat sich birkenstock sandalen und eine latzhose gekauft und überlegt ganz ernsthaft, biotomatenzüchter zu werden. hält ausserdem thomas immer die hand, wenn dieser wieder weinen muss.

prof. paul ist bei seiner meinung geblieben und findet nach wie vor alle instrumente ausser der basstrompete unnötig. eine kleine radikalisierung hat dahingehend stattgefunden, dass er nun auch die zu allen instrumenten gehörenden musiker unnötig findet.

gerhard übt seit zwei wochen die b-dur tonleiter, um uns zu beweisen, dass diese extrem schwierige tonleiter auf einer posaune einwandfrei und intonationssicher zu bewältigen ist. er übt momentan noch im halben tempo und hat die ersten drei töne vom b bis zum d schon recht sicher drauf.

zoltan hat sich einen sandsack für boxer gekauft und die photos von uns draufgeklebt. keine ahnung was er damit vorhat.


brandstötter wird nicht müde zu betonen, dass die krönung und letzte vollendung bei den blechblasensembles unbedingt im tubaquartett zu sehen sei, da die tuba als die königin der instrumente ja ohnehin die vormachtstellung in allen bereichen der musik halte. ausserdem ist er sauer auf die therapeutin, weil er früher als roman in sie verknallt war und sie trotzdem nicht gekriegt hat.

sollen wir uns scheiden lassen? was machen wir mit den kindern?

 

 

27.6.

wir sind tief in ideologische diskussionen verstrickt.

thomas findet, dass wir zu leise spielen.

roman findet, dass wir zu lange spielen.

robert findet, dass wir zu hoch spielen. er meint, dass er in seinem alter schon anrecht auf ein bißchen mehr komfort habe und sich nicht immer mit dem dreigestrichenen f herumplagen müsse.

prof. paul findet alle instrumente ausser der basstrompete unnötig.

gerhard findet, dass man auf der posaune unmöglich schnell und intonationssicher spielen kann. das finden wir auch.

zoltan findet, dass wir alle weicheier sind.

brandstötter findet, dass ein brassseptett mit trompeten und posaunen und basstrompete immer scheisse klingt.

wir haben uns für ein eheberatungsseminar angemeldet.

10.5.

zehn minuten war vielleicht doch ein wenig forsch angekündigt.

roman spielt fünf minuten.

es ist besser so für alle beteiligten

5.6.

wir waren uns sicher, dass roman das mitdenken auch bald zu anstrengend werden würde und er daher auf jede mitwirkung in der band verzichten würde.

weit gefehlt.

nach seiner ankündigung, nicht mehr trompete spielen zu wollen trafen hunderte e-mails von verstörten, weinenden, zusammenbrechenden teenagern hauptsächlich weiblichen geschlechts bei uns ein.

um einer kollektiven hysterie vorzubeugen wird roman ab sofort wieder trompete spielen, und zwar genau zehn minuten pro konzert.

den rest der zeit wird er mit autogramme schreiben anfüllen.

25.5.

so, jetzt ist es soweit:

da das blasen insgesamt zu anstrengend ist und insbesondere das blasen auf einem kuhhorn sowohl für die lippen als auch für die lunge sehr ungesund ist wird roman ab sofort ohne instrument auftreten.

er hat uns aber hoch und heilig versprochen, dass er bei jedem konzert mitdenkt.

ein edler mensch.

20.5.

leider hat roman die anleitung von prof. paul aufgegriffen und spielt jetzt wirklich auf einem kuhhorn. er findet das ganz toll, weil das kuhhorn laut seiner aussage so einen natürlichen klang habe. dass an dem teil überhaupt keine ventile dran sind sei zudem für alle finger, die er früher zum drücken der ventile brauchte enorm entlastend.

wie bindet der typ sich eigentlich die schuhbänder?

und was macht er, wenn er beim fernsehen die fernbedienung benützen will?

17.5.

gottes geschenk hat jetzt einmal irrtümlich das dritte ventil benützt und lief dann den halben tag mit schmerzverzerrtem gesicht herum, weil ihm sein ringfinger so weh tat. er meint, er habe sich den finger durch die starke beanspruchung beim niederdrücken des ventiles wohl etwas gezerrt. zoltan meint, er habe sich im gehirn etwas gezerrt, am finger könne es nicht liegen.

roman will sich jetzt auf alle fälle das dritte ventil von der trompete entfernen lassen, damit ihm das nicht nochmals passiert.

prof. paul meint, dann kann er gleich auf einem kuhhorn blasen. und wo prof. paul recht hat hat er recht.

14.5.

gottes geschenk an die frauen, zumindest sieht er das so, unser lieber roman also, weigert sich seit zwei shows, das dritte ventil an seiner trompete zu benützen. er sagt, dass er momentan im ringfinger nicht soviel kraft hat und er diesen finger daher etwas schonen muss. ausserdem kann er alle töne problemlos auf dem ersten oder zweiten  ventil spielen. und wenn es sich mal gar nicht ausgeht lässt er halt diesen einen klitzekleinen ton ausnahmsweise weg. das merkt eh niemand. auf kritische rückfragen unsererseits bekamen wir eine ordentliche abfuhr. wir sollten uns wegen ein paar fehlender töne nicht ins hemd machen und was sei das schon gegen das ganze elend in der welt, die umweltverschmutzung, die klimaerwärmung und überhaupt...

5.5.

brandstötter hat mal wieder die kurve gekratzt.

er hat für alle mitglieder von mnozil brass den saunabereich kostenlos zugänglich gemacht und ausserdem vor der sauna eine kleine kantine eröffnet, wo es snacks und getränke zu erschwinglichen preisen gibt.

prof. paul hat geäussert, nur die kantine besuchen zu wollen, da er angst hat, sich in der sauna fußpilz zuzuziehen.

wenn er meint...

29.4.

roman meint auf einmal, wir sollten brandstötter doch nicht rauswerfen.


wir konnten uns seinen plötzlichen meinungsumschwung nicht so recht erklären, bis wir ihm draufkamen, dass er von brandstötter zum saunieren eingeladen worden war. ein bißchen schwitzen, ein bißchen plaudern und nachher bier trinken, man kennt das ja.

roman bestreitet vehement, dass sein meinungsumschwung damit zu tun haben könnte. er behauptet, dass für ihn nur musikalische aspekte zählen und niemand so lyrisch auf der tuba grunzen könne wie brandstötter. deshalb könne man ihn nicht rauswerfen, zumindest bis man nicht einen noch lyrischeren grunzer gefunden habe.

19.4

jetzt reicht es aber schön langsam:

brandstötter hat uns ganz lapidar mitgeteilt, dass auch er sich in zeiten des klimawandels um alternative energieformen bemühen müsse und seine sauna daher ab sofort mit solarenergie betreiben müsse. er brauche dazu nur in etwa eine fläche von 12 quadratmetern, um die photovoltaikzellen in ausreichendem maß postieren zu können. ausserdem kann er konzerte in zukunft nur mehr im freien und bei schönem wetter spielen.

wir werden ihn rauswerferfen und uns irgendeinen bescheidenen landtubisten suchen, der seine paar tiefen grunzer auch ohne sonnenenergie spielen kann.

davon sollte es weltweit ungefähr vierzigtausend geben.

17.4.

und die zeiten sind nicht einfacher geworden.

brandstötter hat sein vorhaben verwirklicht und seine b-tuba so verstärkt, dass er eine sauna dranbauen konnte (und ein navi und den ganzen anderen schnickschnack)

er besteht darauf, konzerte jetzt nur mehr auf diesem instrument zu spielen.

der wahnsinnige.

seinetwegen müssen wir jetzt einen lastwagen mieten, um dieses monster von instrument zu transportieren. ausserdem vier träger, die diesen goldenen sch...haufen mit schwitzkammer auf die bühne tragen. zwei davon müssen das ganze konstrukt auch während des konzertes stützen. brandstötter sieht man gar nicht mehr, der kommt aus seiner blöden saunakammer nur mehr heraus, wenn er mal wohin muss.

und den ganzen aufwand treibt er, damit er seine paar popeligen, unverständlichen, tiefen grunzer (die er als die quintessenz des abendländischen kulturschaffens bezeichnet) absondern kann.

9.4.

wir haben eine schwere zeit hinter uns.

keine zeit für nix.

wir mussten brandstötter suchen.

 

wir dachten schon an´s allerschlimmste, er war wirklich unauffindbar.

wir haben alle konzertorte der letzten zehn jahre durchkämmt, ohne erfolg.

wir haben bei allen tubamachern nachgefragt, ohne erfolg.

wir wollten seine freunde befragen, ohne erfolg, er hat keine.

gut, vielleicht waren wir nicht immer nett zu ihm, auf der anderen seite ist der tubist laut darwin ja bekanntermaßen das bindeglied zwischen dem affen und dem menschen, insofern versteht der ja auch gar nicht immer, was wir zu ihm sagen.

gestern kam endlich die erlösende nachricht: gansch fand ihn etwas verwahrlost in finnland bei einem saunabauer. laut gansch versuchten die beiden gerade eine kleine sauna auf die tuba zu wuchten. was der f-tuba nicht so gut bekam, weil sie ein wenig an höhe einbüßte.

brandstötter murmelte wie in trance: b-tuba, b-tuba, b-tuba, ...

21.3.

brandstötter rennt wieder einmal mit einem leicht doofen tubistengrinsen durch die welt.

er behauptet, dass er jetzt zusammen mit irgendeiner firma eine mnozilbrass tuba entwickelt.

eine tuba mit getränkehalter, integriertem navi, einem kleinen saunabereich und einem cd-player für´s playbackspiel.

der spinnt doch.

einen saunabereich hat der höchstens in seinem mund: da ist es auch warm und feucht und es riecht ein bißchen komisch.

12.3.

das mit der basstrompete am haken funktioniert super!

prof. paul ist mittlerweile der unumschränkte herrscher der szene.

nicht der basstrompetenszene.

der halbweltszene!

seine rechten schwinger sind gefürchtet und die basstrompete wird in österreich mittlerweile als illegale kampfwaffe bezeichnet, gleich den kampfhunden bzw. den springmessern.

prof. paul tritt mittlerweile auch in diversen tv-talkrunden auf und wird auch gerne in illustrierten und lifestylemagazinen als trendsetter interviewt und fotografiert.

3.3.

seit gerhard mit seinem posaunenzug ein wenig in prof. pauls auge bohrte und das dem auge nicht so gut tat trägt prof. paul eine augenklappe.

in schwarz.

und da er ein stilsicherer mensch ist ein piratenkopftuch.

zudem überlegt er sich, einen gebogenen haken für seinen arm anfertigen zu lassen.

sieht besser aus und verschafft ihm in seinen kreisen ein noch höheres ansehen.

ausserdem möchte er sich die basstrompete direkt am haken anschweissen lassen, damit er immer kampfbereit ist.

28.2.

gerhard is back.

und wie!

mit eigenen leibwächtern!

die während des konzertes die lust verspürten, mit prof. pauls schutztruppe ein wenig die kräfte zu messen.

es war grandios!

unter toller beteiligung des publikums entwickelte sich eine klitzekleine massenrauferei mit höchstens 60-70 teilnehmern.

zum abschluß fuhr gerhard prof. paul mit seinem posaunenzug ins aug und sagte mit klingender stimme: hasta la vista, baby.

tosender applaus!

20.2.

gerhard liegt mit einer gebrochenen rippe im krankenhaus.

er hat während eines konzertes unabsichtlich zoltan angerempelt.

danach ging alles sehr schnell.

19.2.

zoltan wirkt seltsam gelöst. und völlig angstfrei. wir wissen auch warum.

er bezahlt schutzgeld an prof. paul.

dieser hat ihm dafür zugesichert, dass ihm in nächster zeit nichts passieren wird.

er konnte ihm aber nicht garantieren, dass er den tarif auf immer und ewig gleich lassen wird.

17.2.

zoltan hat gestern zum ersten mal seit er in der band ist einen falschen ton gespielt. prof. paul hat ihn darauf hin sehr ernst angeblickt.

zoltan brach sofort in tränen aus.

wir mussten wieder einmal ein konzert vorzeitig beenden.

16.2.

prof. paul hat zoltan heute gefüstert, dass er aufpassen solle und dabei ein gefährliches gesicht gemacht.

dabei hat er ein wenig mit seinen brustmuskeln gespielt, sodass die auftätowierte basstrompete gleich auf´s doppelte angewachsen ist.

zoltan fürchtet sich.

14.2.

es ist alles schwieriger als früher.

seit prof. paul im knast war, hat er sich irgendwie verändert.

dass er sich eine riesen basstrompete auf die brust tätowieren ließ - ok...

dass er uns in der früh und am abend durchzählen lässt - ok...

dass er dauernd armdrücken will - ok...

und seine langen haare - ok...

trotzdem ist es komisch.

9.2.

diese band ist ein großer kindergarten.

brandstötter wieder einmal...

ist umgezogen und sitzt jetzt mitten in einem weinbaugebiet. und bekam natürlich prompt besuch von der weißweinüberprüfungsstelle des ortes. vier vollzugsorgane (unter ihnen die zwei berüchtigten charlys ((genau die, die früher am checkpoint charly dienst hatten)) ließen sich die ganze bleibe gründlichst zeigen, um abschätzen zu können, ob brandstötter überhaupt berechtigt sei, den örtlichen weißwein einzulagern. brandstötter musste sogar probetrinken, und die vollzugsorgane waren ihm dabei keine wirkliche unterstützung.

wahrscheinlich wollte er auch ein bißchen angeben, was weiß man...

heute überzieht ein nobles weiß sein ansonsten eher rosiges antlitz.

und geübt hat er auch nicht.

er meint bloß, dass die vollzugsorgane früher noch freunde und helfer gewesen seien, aber heutzutage müsse man alles selber machen.

 

3.2.

prof. paul ist wieder frei, obwohl er noch eine längere haftstrafe hätte absitzen müssen.

er hat der gefängnisleitung eigentlich nur angekündigt, dass er ein häftlingsblasorchester gründen möchte, um als solist weiterhin spielen zu können.

ausserdem müsse er jetzt wieder anfangen zu üben.

binnen stunden war er auf freiem fuß.

leider hat seine basstrompete einige tiefe beulen abbekommen, als sie ihm vom gefängnis auf die straße hinterhergeworfen wurde.

30.1.

geschafft.

alles ist gut gegangen, auch prof. paul war dabei, er durfte für die dauer des konzertes raus.

gansch hat seine nervosität mit eigeneinträgen ins gästebuch ganz gut kaschiert.

wenn bei ihm das nervenflattern am schlimmsten ist macht er immer einen auf cool, aber das wissen wir schon.

wir haben also vor dem konzert einen kreis um ihn gebildet und ihm unsere ganze positive energie übertragen. robert hat ihm einen baum mitgebracht, den hat er minutenlang umarmt, auch das hat geholfen.

brandstötter hat zusätzlich ein foto von ganschs familie an seinem tubatrichter angebracht, was ebenfalls zur beruhigung beitrug.

ein schöner abend.

25.1.

übermorgen ist premiere unseres neuen programmes "das gelbe vom ei".

gansch hat die hosen voll.

rother hat die hosen voll.

rindberger hat die hosen voll.

prof. paul sitzt im knast.

füßl hat die hosen voll.

kiss hat die hosen voll.

brandstötter hat die hosen voll.

super voraussetzungen.

20.1.

haben prof. paul heute im arrest besucht.

er wirkt ausgeglichen trotz der dauernden verhöre.

möglicherweise wird er für länger hinter gitter wandern, da man bei genauer durchsuchung seines gepäcks auch noch einen nagelzwicker gefunden hat. chemische analysen haben ergeben, dass der nagelzwicker von mehreren personen benützt wurde, was um so verdächtiger ist

gibt es etwa gar ein netzwerk des bösen?

die vereinigung hinterhältiger basstrompeter?

16.1.

gestern geschah entsetzliches.

prof. paul wurde auf dem flughafen von wien angehalten. wegen gefährlicher umtriebe. man hatte sein gepäck geöffnet und ein feuerzeug gefunden!

ein feuerzeug!!!!!!!!

schrecklich.

was führte dieser mann im schild? eine feuerzeugattacke? als wurfgeschoss oder als flammenwerfer?

schlimmer: vielleicht wollte er das gas ausströmen lassen!! aber gas lässt er so auch ausströmen, dazu braucht er kein feuerzeug.

das feuerzeug wurde sofort durch die anwesenden sicherheitsbeamten arretiert!

große erleichterung bei allen fluggästen.

11.1.

wir haben heute für´s neue programm geübt.

die stücke sind mörderisch schwer.

für die trompeten ist alles irrsinnig hoch. sie müssen bis zum c7 hinauf spielen. die jungs wirken ein wenig angespannt.

die posaunen haben technische stellen drinnen, wo sogar ein flamenco gitarrist die ohren anlegt. es kommen sogar achtelnoten!!! vor.
welchem gehirn entspringt sowas krankes?

am schlimmsten wird es die tuba treffen. hoch, tief, laut, leise, langsam, schnell und manchmal sogar rubato con emozione. das hat es bisher noch nie gegeben! brandstötter hat um vorzeitigen ruhestand angesucht.

nur prof. paul an der basstrompete blökt gemütlich vor sich hin.

komischerweise entspringen auch die meisten musikstücke seiner feder.

1.1.2007

hier sind unsere neujahrswünsche:

gansch wünscht sich einen neuen rother.

rother zum beispiel hat stein und bein geschworen, dass im neuen jahr alles anders wird, und zwar besser.

faktum ist, dass er gleich beim ersten auftritt in 07 sein flugzeug verpasst hat. als er es dann mit müh und not zum auftritt geschafft hat war zwar er da aber nicht sein instrument.

rother wünscht sich mehr verständnis von der band.

rindberger wünscht sich fünf kilo mehr gewicht. gansch und rother würden ihm diesbezüglich gerne aushelfen.

prof. paul wünscht sich generell mehr disziplin, bessere umgangsformen und keinerlei kußszenen mehr im fernsehen.

füßl wünscht sich nichts, er glaubt, sich auch weiterhin durchschwindeln zu können.

kiss wünscht sich eine dose lippenbalsam und einen liter echt polnischen schnaps.

brandstötter hat aus einem viel zu kleinen fenster in einem viel zu großen haus in rom allen menschen in ungefähr 75 sprachen alles gute gewünscht. sah lustig aus, weil er dabei recht würdig wirkte.

21.12.

armer thomas.

er durfte heute nicht mit uns mitfliegen und musste die heimreise mit der bahn antreten, weil man laut den neuesten flugsicherheitsbestimmungen nur mehr maximal flüssigkeiten bis 250 ml mit an bord nehmen darf. dieses unförmige, gelbe ding an seiner stirn enthält aber deutlich mehr flüssigkeit als erlaubt. also kein flug.

ob die ihn in der bahn mitnehmen ist uns egal, weil wir schon zu hause sind.

vielleicht muss er ja weihnachten in einer quarantänestation für riesenpickel verbringen.

20.12.

wir hätten gestern und heute unsere operette für zdf/arte/theaterkanal aufzeichnen sollen.
leider hatte thomas ein so riesengroßes wimmerl am hirn, will sagen eine eiterbeule an der stirn, sprich megapustel, dass an eine aufzeichnung nicht im entferntesten zu denken war. das ding war einfach nur riesig. häßlich sowieso. und eine gefährdung für das publikum in den ersten vier reihen.

ist über nacht gekommen. auch die dame für´s make up war machtlos. die beule war einfach zu groß und nicht zu kaschieren.

wir sind auf der suche nach einem neuen aufzeichnungstermin.

10.12.

1x muss brandstötter noch durch. er ist zwar auch irgendwie ein mensch, aber in erster linie ist er tubist. und die gelten ja als besonders verstockt und dickfellig. also keine strafminderung für ihn. ab morgen muss er übrigens einmal täglich seine unlackierte tuba auf hochglanz polieren.

mit einer zahnbürste.

einen monat lang.

dann wird er vielleicht in die gesellschaft resozialisiert.

als tubist.

nicht als mensch. das wäre ja gänzlich unmöglich.

9.12.

wir hätten nicht gedacht, dass es soo schnell geht.

gansch hat alles zurückbezahlt. mit zins und zinseszinsen. und noch ein bißchen mehr.

brandstötter winselt um gnade. der mann ist fertig. ein nervenbündel. verbraucht und ausgelaugt.

er hat sich sein eigenes foto im reisepass lange angesehen und uns dann unter tränen um gnade gebeten, weil er diese strafe nicht einmal seinem ärgsten feind zumuten würde.

wir denken drüber nach.

8.12.

wir haben die sogenannte japanische sakefolter angewandt, um gansch und brandstötter zum reden zu bringen. wir haben ihnen soviel sake bezahlt, bis sie zu plaudern begannen. die wahrheit, ehrlich und unverblümt ausgesprochen ist folgende: die beiden haben auf wiener weihnachtsmärkten eine sogenannte qualitätskontrolle vorgenommen, sprich sie haben die qualität der dort ausgeschenkten heißgetränke überprüft. dabei dürften sie ihr finanzielles budget bei weitem überschritten haben und so entstand die idee mit dem verlorenen reisepass und die daraus resultierende wette. das ganze war natürlich von vorneherein ein abgekartetes spiel, bei dem wir nie eine chance hatten.

die beiden wurden bestraft, und zwar wie folgt: gansch muss uns einmal am tag die solostimme einer maynard ferguson cd vorspielen. pro nicht getroffener highnote wandert ein euro in die klubkassa. so werden wir das geld ziemlich schnell wieder zurückgewonnen haben.

brandstötter muss sich einmal am tag das foto in seinem reisepass ansehen.

das ist strafe genug.

4.12.

gansch hat ziemlich viel geld gewonnen.

brandstötter ist da. er schweigt sich aber aus, wie das gegangen ist. er behauptet, dass er es nur mit seinem führerschein und seinem treuherzigen lächeln geschafft hat. das kann er sich aber aufpinseln. wir vermuten eher beziehungen, bestechungen, schiebereien und sonstige unanständige sachen.

faktum ist auch, dass gansch und brandstötter seit 2 tagen ein herz und eine seele sind und sogar vom gleichen frühstücksteller essen.

in uns nagt noch ein anderer verdacht: haben die beiden das etwa nur inszeniert? um uns abzuzocken? war das ganze nur eine ganz billige schmiere auf unterstem niveau?

es braut sich was zusammen.

1.12.

rother färbt ab.

brandstötter wollte vorgestern auf die japanische botschaft gehen, um sich ein visum für die tour zu besorgen.

das ging aber nicht, weil er seinen reisepass nicht fand.

spurlos verschwunden ist in dem zusammenhang ein hilfsausdruck.

der pass war nämlich sowas von weg wie etwas maximal weg sein kann.

und dieser biedere tubist hatte natürlich keine ahnung, wo er das ding verloren hatte. in einem hotel, im zug, im flieger, auf der bühne, im fernsehen oder gar im radio? wir vermuten, dass er ihn irgendwann mal als pfand für diverse kaltgetränke in einer bar in frankreich eingesetzt hat und am nächsten tag von nichts mehr wusste.

mal sehen, ob er sich bis samstag einen pass und ein gültiges visum für japan besorgen kann.

die wetten stehen 1:5 gegen ihn.

und gansch hat auch nur für ihn gewettet, weil alle anderen dagegen gestimmt haben.

23.11.

wir haben uns heute den neuen james bond angesehen.

thomas war vom film total begeistert.

roman war von eva green total begeistert

robert hat das kino nicht gefunden.

gerhard will sich einen baukran kaufen.

zoltan macht ab sofort castings.

prof. paul fand die kußszenen abstoßend und überhaupt den ganzen film zu lang und das drehbuch sei ja jetzt wohl auch nur so la la und wenn man schon über die filmmusik reden müsse...

brandstötter ist tubist und darf sich solche filme nicht angucken, weil es seine lyrische tongebung angeblich stört.

18.11.

momentan hakt es ein wenig.

brandstötter hat verschlafen. und zwar so, dass er nicht mehr von berlin nach den haag fliegen konnte sondern sich in den zug verfügen musste.

selbst schuld, kein mitleid.

prof. paul hat natürlich sofort eine große lippe riskiert, aber da muss man brandstötter in schutz nehmen. prof. paul macht nämlich immer einen auf toll am abend und schläft dann während des tages immer hemmungslos im hotel herum anstatt zu arbeiten.

weichei.

ach ja, robert ist ganz der alte, seid er wieder bei mami wohnt. er hat gestern seine trompete irgendwo in den weiten des berliner u-bahn netzes verloren. der ehrliche finder wird gebeten, das ding nicht abzugeben. robert findet es nämlich sehr bequem, ohne trompete zu reisen. am liebsten wäre es ihm, wenn er spielen auch nicht mehr müsste. geld aber schon natürlich.

15.11.

robert ist wieder nach hause gezogen.

er hat den druck nicht mehr ausgehalten.

immer alleine einschlafen.

selbständig zähneputzen.

sein eigenes geld verwalten.

sich die zeit frei einteilen.

es war einfach alles ein wenig zu viel für ihn.

er wird jetzt für ein jahr wieder bei seiner mami wohnen (die den umzug übrigens zum zweiten mal vorbildlich abgewickelt hat) und dann vielleicht erst einmal in eine betreute wohneinrichtung ziehen.

wir sind alle sehr erleichtert.

11.11.

und prof. paul sollte auch allmählich drauf achten, nicht allzuviel zeit mit robert zu verbringen.

er hat nämlich heute im flugzeug seine basstrompete vergessen.

während des halben fluges hat er geübt und uns alle irrsinnig genervt. aber dann gab es essen und er hat das gute stück sofort fallen gelassen. nach dem essen hat er sein obligatorisches nickerchen gemacht, und zwar genauso, wie man sich das vorstellt: kopf nach hinten, mund auf und losgeschnarcht. es war kaum ein klangunterschied zum üben feststellbar.  und nach dem aussteigen ging das gejammere los, dass er seine basstrompete unterm sitz vergessen hätte. keine ahnung, wie der heute am abend auftreten will.

8.11.

roberts mami hat uns angerufen. robert hat beim wegfahren das licht brennen lassen, weiters natürlich die haustüre nicht abgesperrt und seltsamerweise sein konzerthemd in den kühlschrank gelegt. ausserdem könne er laut mama unmöglich schuhe tragen, da alle schuhe fein säuberlich zuhause im regal stehen. da hat seine mama aber vollkommen recht: robert ist nämlich in seinen hausschuhen am flughafen erschienen, was insofern unübersehbar war, als es sich um seine wuschelpuschelhasenschlapfen mit den großen ohren handelte.

und ein hemd werden wir ihm auch noch besorgen.

3.11.

gestern hat thomas sein wunderbares neues flügelhorn, natürlich wieder ein gansch horn, bekommen. das heißt eigentlich nicht bekommen bzw stark zeitverzögert. zwei prototypen waren fertig, für einen musste thomas sich entscheiden, damit man noch den feinschliff machen konnte. thomas entschied sich, und herr schagerl vollendete sein meisterwerk.

wartezeit: 3 stunden.

thomas blies in sein neues horn, tja, und wie das eben so läuft hatte herr schagerl zielsicher die beiden prototypen vetauscht und den falschen vollendet.

am abend operette im burgtheater, thomas völlig flippig, weil er in den sechs stunden ungefähr 14 tassen kaffee getrunken hatte, der mann war kaum zu bremsen. ausserdem hatte er, den man normalerweise einen meister des schlanken gesanges nennt, ein vibrato in der stimme, mit dem er locker im schweren wagnerischen opernfach hätte bestehen können

1.11.

robert ist gestern umgezogen.

seine mutter hat ihm während der letzten tage alle seine besitztümer in kisten verpackt, das geschirr in papier gewickelt, damit nichts bricht, die kleidung schön zusammengelegt usw.

heute hat sie ihm alles in die neue wohnung getragen, die kisten ausgepackt, das bett wieder zusammengeschraubt, die lampen montiert, die teppiche ausgelegt und eingeheizt.

robert, der ja  selbst ein bißchen zu einem verspannten rücken neigt konnte ihr nicht aktiv helfen, aber er hat ihr immer wieder tipps  gegeben, wie man schwere kisten am besten hochhebt und wie man mit einer kiste in der hand eine türe öffnen kann.

ein ganz klein wenig ungehalten wurde er nur, als das mittagessen nicht punkt zwölf auf dem tisch stand, aber als das abendessen pünktlich kam, war alles wieder vergessen.

was für ein start in ein neues leben!

29.10.

brandstötter kanns aber auch.

er ist mit seiner holden nach wiesbaden gefahren, um sich mit ihr, wie er nicht müde wurde zu betonen , eine jahrhundertinszenierung des don carlos anzugucken.

leider hat sich dieser oberspezialist aber im spielplan verguckt und es stand an diesem abend nicht don carlos sondern don quichotte am programm. nix oper sondern ballett, nix singen sondern hopsen.

blöd gelaufen. ziemlicher erklärungsnotstand. peinlich, peinlich.

tja, man muss halt nach wie vor deutlich unterscheiden zwischen musikern und tubisten. dabei hätte der mann durchaus auch handwerkliche qualitäten. es hätte ja nicht gleich ein musikstudium sein müssen.

25.10.

also endgültig ist noch nichts entschieden, aber robert hat sich jetzt mal folgenden plan ausgedacht: um es seiner mutter etwas leichter zu machen,zieht er zwar aus, aber nur in die nebenwohnung. seine mutter darf ihm weiter wie bisher helfen, um ihm einen reibungslosen übergang ins erwachsenenleben zu ermöglichen. beide wirken sehr erleichtert, und wir sind auch ziemlich froh. nicht auszudenken, wenn der gute mann ungekämmt und mit verschiedenfarbigen socken am flughafen auftaucht. und zwar nicht an dem flughafen, an dem wir auf ihn warten. alles schon dagewesen. oder seine trompete zu hause vergisst. oder sein auto nicht mehr findet. oder seinen ansatz. oder seinen reisepass. oder sein beautycase.

 

mutti halte durch!

22.10.

kaum ist mal ein tag ein bißchen ok, wie zum beispiel der gestrige (wir haben auch was von bosef baydn gespielt), dann kommt am nächsten tag irgendwas daher.

also: robert hat sich ja ein paar neue autos gekauft, und das hat ihn so selbstsicher gemacht, dass er seiner mama eröffnete, dass er von zuhause ausziehen wolle. die gute frau fiel natürlich aus allen wolken und meinte ganz zu recht, dass er mit knapp 38 jahren vielleicht doch noch ein wenig zu jung dafür sei. und wie er denn in dieser schnellen, harten welt ohne sie zurechtkommen wolle. und wer ihm denn dann die wäsche wasche und ein gute nacht lied vorsinge. und ihn am morgen wecke, ihm das frühstück mache, eine gebügelte jeans mit bundfalte bereithalte, seine termine koordiniere, ihm koche und das auto sauberhalte. und ihm mit taschentuch und spucke die mundwinkel säubere.

robert hat sich bedenkzeit erbeten und wirkt ein bißchen blass um die nasenspitze.

21.10.

heute hatten wir das beste konzert seit monaten. wir habe nur werke von komponisten aufgeführt, deren name mit b beginnt.

bach, brahms, bruckner, bozart, bahler und natürlich von unseren favorits leonhard baul und gerhard büßl.

die leute waren begeistert.

brandstötter hat mal wieder nichts komponiert und heißt ab sofort vrandstötter.

18.10.

schenny war da!!!! sie hat sich die hände wundgeklatscht und schien glücklich zu sein. boris hat uns gestern angerufen und gefragt, ob das konzert eh morgen stattfinde wie geplant. tja boris, ballspielen ist das eine, aber sich in seinem kalender zurechtzufinden ist schon eine andere liga.

13.10.

wir sollten mal darüber reden, wer bei unserem konzert gestern im düsseldorfer schauspielhaus nicht da war. angela merkel zum beispiel war nicht da. aber sie hat sich bei prof. paul schon vorher entschuldigen lassen, sie fühle sich abends manchmal nicht nach musik. boris becker aber und franz beckenbauer sind gemeinsam nicht gekommen und das finden wir eigentlich nicht in ordnung. zumal es auch keine form der entschuldigung gab. weiters waren nicht da: kofi anan, putin, von bush ganz zu schweigen, nicht mal wolfgang schüssel fand es der mühe wert. wir finden das bedenklich, so kann man mit uns nicht umgehen.

10.10.

haben gestern in der stadt zufällig roman, zoltan und gerhard getroffen. auf unsere frage, wo denn die drei hübschen ladies geblieben seien gab es nur ein achselzucken. wenn unsere drei hübschen jetzt also wieder drei eher unhübsche verkörpern können wir uns wieder wichtigen dingen zuwenden.

robert zum beispiel.

er hat es geschafft, in den letzten zwei woche dreimal sein auto zu parken und dann nicht mehr zu finden. hat sich jedesmal ein neues gekauft. aus finanziellen gründen eines billiger als das andere. angefangen hat er mit einem sogenannten plastillinbomber. das sind diese kleinen roller mit einer höchstgeschwindigkeit von 40km/h, die sich als auto verkleidet haben. das zweite modell  war noch untermotorisierter. beim dritten musste er schon selber die pedale treten.

aber in allen dreien natürlich eine fette stereoanlage. und vergoldete handbremsen. und natürlich einen spoiler, der einen maserati das fürchten lehrt.

angeber.

27.9.

zickenalarm!!!!!!!!!

tschäsmin hat sich voll mit herta in die wolle gekriegt, weil herta ihr auf punkt und komma gesagt hat, wo ihre problemzonen liegen. und so wie herta sich ausgedrückt hat sprechen wir da nicht von einzelnen zonen sondern eher von globalen arealen.

tschäsmin hat daraufhin angedeutet, dass sie in ihrem ganzen leben nicht mehr mit herta zur gleichen zeit auftreten kann, weil diese "um an die intelligenz einer amöbe heranzukommen sich gewaltig steigern müsse".

prof. paul hat robert erklärt, was eine amöbe ist.

23.9.

wir haben es rausbekommen. herta war beim schuhe kaufen. irgendeine gefühllose verkäuferin hat wohl angedeutet, dass ihre waden wohl ein bißchen dings wären, na ja, nicht so ganz heidi klum mäßig, wohl mehr so in richtung marlon brando als er schon ein wenig älter war.

sie hat sich sehr gekränkt.

22.9.

herta will nicht mehr. sie will uns aber nicht sagen warum. ihr make up sieht auch ein wenig verwischt aus. hat sie geweint?

20.9.

schakeline hat sich enthaart. was sie nicht wußte ist, dass man den wachsstreifen mit einem ruck abziehen muss. sie hat es eher sehr langsam gemacht. der nachträglich konsultierte hautarzt hat uns im vertrauen gesagt, dass er solche verletzungen noch nie gesehen hat. und schon gar nicht am rücken und an den beinen.

18.9.

tschäsmin, schakeline und herta, wie die drei jetzt heißen haben heute in der früh den zug verpasst, weil sie mit dem make-up nicht fertig wurden. ausserdem hat herta einen geschwollenen knöchel, weil sie mit den high-heels noch nicht so richtig laufen kann. tschäsmin hat sich die drücker auf ihrer trompete rot gefärbt, damit sie mit ihrem nagellack korrespondieren.

17.9.

tschäsmin (schreib: yasmin), wie roman sich seit heute nennt hat uns mitgeteilt, dass sie es einfach nicht akzeptieren kann, dass sie die einzige frau in der band ist. sie will ab sofort einen 50%igen frauenanteil in der gruppe haben. zoltan und gerhard haben sich bereit erklärt, es probeweise als frauen in der gruppe zu versuchen.

16.9.

roman hat heute ultimativ von uns gefordert, dass ab jetzt er die prinzessin spielen möchte.

er könne das einfach besser als prof. paul.

ausserdem möchte er ab sofort eine eigene damengarderobe und natürlich ein eigenes wc, weil wir anderen beim kleinen geschäft nie den deckel hochgäben usw. usw.

15.9.

heimat bist du großer töchter!

roman kam heute im dirndl zum auftritt.

irgendwas geht in dem mann vor.

seine freundin rief uns an und sagte, dass sie ihr parfumfläschchen nicht mehr finde. und den roten bh. weiters fehlen ein lippenstift, vier handtäschchen, die neuen seidenstrümpfe und sechs romane von rosamunde pilcher.

14.9.

die tschechische bahn ist der österreichischen und deutschen bahn ebenbürtig! wir haben alle anschlusszüge von hinten gesehen.

geiles feeling!

am dritten umsteigebahnhof hat thomas erste anzeichen von hospitalismus erkennen lassen.

haben am abend die operette auf deutsch vor einem tschechischen publikum gespielt.

es gab viel gelächter auf beiden seiten. leider immer an den falschen stellen.

13.9.

roman hat sich heute fein herausgeputzt wegen der kinopremiere von freundschaft.

so ein schöner...

er kam im kleinen schwarzen.

nicht kleid. stringtanga!

wir vermuten, er hat den tag verwechselt und geglaubt, er müsse zum photoshooting für den "erotischen blechbläserkalender".

 

19.8.

es regnet.
prof. paul ist extraordinär gut gelaunt.
robert rother auch.
irgendwas stimmt hier nicht.

18.8.

leiden an den nachwirkungen von gestern.

nachdem wir unser tagewerk schon um 10.00 uhr vollbracht hatten haben wir uns die wunderbare innenstadt von stockholm angesehen. sind nach 50 metern bei einem bigband konzert hängen geblieben und mussten bei schönstem wetter der dehydration vorbeugen. danach waren wir auf eine kleine party an einem großen see eingeladen. dort mussten wir bei schönstem wetter der dehydration vorbeugen. fuhren danach mit dem schiff zurück nach stockholm. keiner seekrank, trotzdem schlechter magen.

17.8.

noch immer schweden
03.00 uhr früh aufstehen
04.00 uhr früh soundcheck
06.00 uhr frühstücks tv show beginn
08.11 uhr erster auftritt
09.54 uhr zweiter auftritt

noch fragen?

16.8.

schweden

es gießt aus kübeln.

prof. paul tänzelt beschwingt und mit einem lächeln auf den lippen durch die gegend. wurde dabei beobachtet, wie er seinen regenschirm herzte und küsste. wir müssen reden...

 

15.8.

pontarlier

es ist warm und schön.
alle sind glücklich.
prof. paul ist schlecht gelaunt.

 

14.8.

bad hofgastein
es regnet noch immer.
gansch hat schnupfen.

prof. paul liebt solches wetter. vermutlich aufgrund eines anerzogenen protestverhaltens.

 

13.8.

tisens/südtirol
es regnet.

 

 

 

17.7.

bahnfahren macht froh und glücklich!
wenn man zeit hat!
wenn es einem egal ist, ob man die anschlüsse erwischt oder nicht!
in einer schönen länderübergreifenden gemeinschaftsaktion haben uns die deutsche und österreichische bahn gezeigt, wie man verspätungen  handhabt, wie man sie hegt und pflegt, wie  man sie vor allem ausbaut und zu einer großen verspätungssymphonie  anwachsen lässt.

das nennt man timing!

danke deutsche bahn, danke österreichische bahn!

 

16.7.

wir wissen nicht, wie es passieren konnte, aber zoltan hat prof. paul versehentlich mit leonhard angesprochen. gott sei dank ist zoltan aus seiner probezeit schon heraußen, sonst hätte allein prof. pauls blick ihn aus der gruppe hinauskatapultiert. wir haben zoltan sofort in einzelgesprächen klargemacht, wie wichtig etikette für eine blechbläsergruppe ist!

 

15.7.

konnten herrn prof. paul in einer aufreibenden nachtsitzung davon überzeugen, dass "prof. paul" als anrede für uns genauso ehrerbietig sei wie "herr prof. paul" und dürfen ihn jetzt wieder mit einem einfachen "prof. paul" ansprechen. waren danach ganz gerührt über den tollen zusammenhalt in unserer gruppe und sind wieder davon überzeugt, es noch weit zu bringen.

 

14.7.

unser lieber herr prof. paul hat uns heute mitgeteilt, dass wir das "lieber" in der anrede ruhig weglassen können, weil er keinen wert auf übertriebene nähe legt und das "lieber" schon so etwas wie eine gewisse verbundenheit zueinander impliziert. ein knappes "herr prof. paul" sei ihm  wesentlich lieber.

alles andere könnte als falsch verstandene kameraderie gedeutet werden.

 

13.7.

prof. paul ärgert uns.
hat in der früh robert alle vegetarischen sachen weggefuttert. absichtlich.
weil robert immer so große reisekoffer mit hat, die sehr schlecht gepackt sind und so viel platz im kofferraum wegnehmen.
dann hat prof. paul thomas als untergroßen fußballer bezeichnet, der zwar spiele wie ronaldinho, aber in einer höheren gewichtsklasse als ronaldo.
danach hat prof. paul sich vor uns allen aufgepflanzt und uns aufgefordert, ihn ab sofort nur mehr mit „lieber herr prof. paul“ anzusprechen, weil ihm „prof. paul“ zu respektlos klingt.
wir vermuten, dass unser lieber herr prof. paul auf einem selbstfindungsseminar im waldviertel war und dabei möglicherweise ein bißchen zu viele bäume umarmt hat.

12.7.

wir wissen jetzt, warum rother in amerika unauffindbar war. er hat beim abflug beim security check seinen laptop vergessen und ist mit der leeren tasche weiterspaziert. hat damit einen mittleren  auflauf an sicherheitspersonal  verursacht.  da er nur sehr schwache ausreden  zur hand hatte wurde er in sicherheitsverwahrung genommen.

 

11.7.

hatten letzte woche eine schwere tropische krankheit und konnten deshalb nicht in hamburg spielen- wm fieber. ein brasilianischer wunderarzt versprach uns hilfe, war aber leider ein scharlatan. wurden dann von einem deutschen, einem französischen und einem italienischen ärzteteam gerettet. es geht uns wieder gut.

 

13.6.

man spricht über uns.

entsetzlich!

und wieder wird nur lustiges berichtet!

Link 1

Link 2

irgendwas machen wir falsch!

 

11.6.

beim rückflug ist wieder kein extrasitz im system zu finden.

brandstötter kriegt einen tobsuchtsanfall und wird höflich aus der schlange gebeten. neuer check in bei einem anderen schalter.

es klappt, aber er hat für sein zusätzliches ticket zuviel bezahlt.

geld zurück.

steigt ins flugzeug ein und entdeckt eine freundliche ältere dame auf seinem sitzplatz. für die tuba ist ein extrasitz gebucht aber er hat jetzt keinen platz.

bei den stewardessen bricht jetzt hektik aus. brandstötter weint leise vor sich hin.

es kommt zu einer salomonischen lösung: brandstötter darf ausnahmsweise im frachtraum mitfliegen und kriegt dafür aber nix zu essen.

danke swiss air.

 

10.6.

und ab geht es in die schweiz. beim check in ist kein extrasitz für die tuba gebucht. nochmals bezahlen, alles wartet auf brandstötter und sein goldenes campingklo.

am abend sind wieder alle vereint. gerhard und zoltan sind ausgebrochen, robert hat sich verflogen und der rest sehnte sich nach den anderen. endlich wieder ein konzert zu siebt gespielt.

nur roman hätte lieber wieder alleine gespielt. hatte so ein komisches geldiges glitzern in den augen.

will er uns alle rausschmeissen?

 

9.6.

roman hat robert am flughafen getroffen. checkte gerade nach philadelphia ein.

wird auf der itg ein konzert geben, das nur 4 minuten dauern soll.

ein wagemutiger kerl! hatte noch ärmere eltern und wird den amis eine geschichte erzählen, die sie in eine massendepression stürzen wird, aber den glauben an das gute wachhält.

 

8.6.

alles ist gut gegangen!

roman hat das konzert alleine gestaltet. prof. paul hatte keine lust und gansch verpasste das konzert, weil er sich budschis computerspiele reinzog, während budschi in einem amerikanischen provinzknast schmort.

das konzert dauerte ungefähr 5 minuten. roman spielte zuerst seine lieblingsstellen aus der orchesterliteratur, was ungefähr 15 sekunden dauerte. danach kamen sein lieblingswitz und ein dank an seine eltern, die ihn unter größten opfern zu einem akkordeonvirtuosen ausbilden lassen wollten, aber nicht genug geld  dafür aufwenden konnten und ihm deshalb eine ausbildung zum tellerwäscher finanzierten.

ganz amerika hat geweint.

danach  kollektive fröhlichkeit im landmark, weil das konzert ursprünglich zwei stunden hätte dauern sollen und man sich also viele töne erspart hat.

 

7.6.

brandstoetter ist auch weg.

hat ein bisschen tuba geuebt, um sich auf das konzert vorzubereiten.

da es sich um einen trompetenkongress handelt ist auch das verboten.

musste den campus sofort verlassen und wird morgen nach europa abgeschoben.

thomas, roman und prof. paul werden das konzert zu dritt gestalten.

prof. paul musste auf die bibel und die amerikanische fahne schwoeren, dass er nur die basstrompete verwenden wuerde, posaunen sind auch verboten.

 

ordnung muss sein, auch im land der unbegrenzten moeglichkeiten.

 

6.6.

haben nun auch zoltan und gerhard verloren.

einer spontanen eingebung folgend, haben sie nach einem besuch des landmark (die einzige akzeptale bar im weiteren umkreis) beschlossen, sich im freien zu erleichtern. was in amerika verboten ist, ganz besonders dann, wenn man dabei von einer polizeistreife beobachtet wird. dem befehl hands up und turn around sind sie gerne nachgekommen und blickten zuerst in eine pistolenmuendung, danach in eine weitere, da es keinen befehl zur unterbrechung des gerade ablaufenden geschaeftes gegeben hatte. aug in aug, beide parteien die waffe in gefechtsstellung stand man sich also gegenueber. da unsere beiden helden ihre munition aber schon verbraucht hatten und sie die erforderliche strafe von 500 dollar nicht sofort begleichen konnten haben sie aus freien stuecken den erstatzweisen freiheitsentzug von je 5 tagen gewaehlt.

 

5.6.

06.00 uhr: treffpunkt am flughafen.

06.15 uhr: robert fragt in der schlange beim check in brandstötter unauffällig, ob man für die einreise nach amerika unbedingt einen reisepass braucht. brandstötter grinst und sagt, ein bibliotheksausweis und ein nettes lächeln tut´s auch.

06.18 uhr: robert fragt prof. paul, wie das eigentlich so sei bei der einreise in die usa.

06.19 uhr: robert verlässt im gestreckten schweinsgalopp die schlange beim check in und ist seither wieder einmal nicht auffindbar.

wir haben einen angenehmen flug zu sechst, prof. paul benützt roberts platz, um seine füße ausstrecken zu können. ankunft in philadelphia ok, fahrt zum campus ok, itg ok, über die quartiere kann man nochmals nachdenken, es mangelt an bettdecken, kleiderhaken und stühlen im zimmer.

müssen uns in der nächsten bar die nötige wärme für die nacht besorgen.

11.5.

sind von tokyo nicht direkt nach wien geflogen, weil gerhard in taiwan seine kuscheldecke vergessen hat. also über taipei nach wien.

sitzen dann endlich im flugzeug von taipei nach wien, als robert draufkommt, dass er seine heizdecke, die er in abu dhabi beim hinflug gekauft hat, in eine heizdecke mit zusätzlicher massagefunktion und stufenlos verstellbarer  temperaturregelung umtauschen möchte. dem kapitän des flugzeuges kommt das gelegen, er ist mit seiner heizdecke auch nicht zufrieden und möchte sie in ein multifunktionales küchenset umtauschen lassen.

verlassen endlich auch abu dhabi und sehen uns die gleichen filme wie vor zwei wochen an. verstehen jetzt schon viel mehr.

gansch findet meg ryan toll. darf sich in wien den film noch zu ende ansehen. alle anderen wollen aber schon raus aus dem flieger.

die crew ist auf gansch´s seite und macht die türen erst auf, als alle bis auf meg ryan und den typen der sie durch einen zungenkuss wiederbelebt, tot in der gegend herumliegen.

10.5.

haben rother wieder gefunden. und zwar im fitnessclub neben dem hotel. und zwar in einem massagestuhl. und zwar schlafend.

hatte eine gebrauchsanweisung fuer blockflöten in der hand, in der es unter punkt sieben heisst: blockflöten sind musikinstrumente und sollen auch nur für diesen zweck benutzt werden. folgen sie bitte den anweisungen, um beschädigungen oder verletzungen von personen zu vermeiden.

wo war der mann?

in einem swingerclub fuer blockflötisten?

9.5.

robert hat sich völlig assimiliert und schläft mittlerweile schon im stehen ein. gestern leider auch auf der bühne. mussten das konzert abbrechen und die leute bitten, im dezember wieder zu kommen.

haben dafür auf dem weg ins hotel, als er in der u-bahn wieder tief und fest schlief heimlich das abteil gewechselt und ihn seither nicht mehr gesehen.

heute abend wird uns freundlicherweise ein zenmönch anstelle von robert aushelfen. spielt zwar nicht trompete, schnarcht aber dafür nicht beim meditieren.

8.5.

zoltan will nicht budschi genannt werden. will auf keinen fall mit einem nicht mehr amtierenden und schon auf gar keinen fall mit einem momentan regierenden praesidententen einer eher größeren weltmacht verwechselt werden.

gansch`s aufnahme in die lower brass section wackelt gehörig, nachdem er heute völlig grundlos in einer unwichtigen sache und noch dazu nicht überzeugend brandstötter widersprochen hat.

haben 3 promoauftritte a 20 minuten absolviert. die anwesenden japanerinnen und japaner haben sehr gelacht.

werden wir hier etwa nicht ernst genommen?

lassen uns das nicht bieten und werden demnächst abreisen.

7.5.

rindberger hat sich von schuhgröße 46 auf schuhgröße 42 verkleinert. in japan gibt es, so wie in allen großen zivilisierten nationen dieser welt (england), linksverkehr. wenn man über die strasse gehen will schaut man deshalb zuerst nach rechts.

zoltan kiss' neuer kurzname lautet budschi, weil er beim computerspielen immer so tolle geräusche von sich gibt, die wie busch, wudsch oder budsch klingen.

das tiefe blech von mnozil brass, auch slower brass genannt, ist ein herz und eine seele. das hohe blech bestenfalls drei herzchen und drei seelchen. gansch hat angefragt, ob er zur slow brass section wechseln darf, zumindest mental, weil er eigentlich wie ein posaunist empfindet. muss sich jetzt eine zugtrompete kaufen.

rother will zurück nach taiwan. ist gestern fast verhungert. nachdem er einer kellnerin mit rudernden armbewegungen und lauter stimme klargemacht hat, wie groß sein vegetarischer salat sein soll, hat diese ihn freundlich angelächelt und ist nie mehr wieder gesehen worden.

6.5.

flug taipei-tokyo

brandstoetter und professor paul sind sitznachbarn.

brandstoetter passt nicht auf und kleckert beim essen auf professor pauls hose und entschuldigt sich nicht in angemessener form. professor paul fordert ihn sofort auf, seine klebrige tubistenzunge in bewegung zu setzen. brandstoetter tut das, entschuldigt sich aber nicht sondern nennt professor paul einen abgetakelten waldhornisten, der gerade noch so als basstrompeter durchgeht.

professor paul fordert brandstoetter zum duell.

brandstoetter lehnt ab, weil er keinen wuerdigen adjutanten habe.

feiger hund.

5.5.

haben in taichung endlich jenes sagenumwobene gasthaus moshi gefunden, nach welchem wir vor vielen jahren benannt wurden.

moshi brass

im zuge unserer taetigkeit vor allem im deutschen sprachraum wurde der name etwas eingedeutscht, sodass wir jetzt schon seit laengerem mnozil brass heissen.

es tut gut, endlich ueber die eigenen wurzeln bescheid zu wissen!

mussten aufgrund tiefer dankbarkeit sofort wiener tofuschnitzel essen und mit ein paar krueglein vom guten asahi bier nachspuelen.

4.5.

professor paul hat nachgedacht.

sehr viel nachgedacht:

die disziplin der "inbrassiv impremierten artik" (ibipa) beschäftigt sich mit der problematik der definierbarkeit von mittels aerer impression tannierter emotion.

da die ibips den bereich des kreativen nicht berücksichtigt, gilt der faktor mno als der objektivste und somit wichtigste wert, geht es darum, die wirkliche qualität von musik zu ermitteln.

ein mno ist jener wert, .............

das bedeutet, dass mnozil brass während eines konzertes musik im wert von 48,19 ausstösst.

danke, professor paul! wieder ist es der wissenschaft gelungen, die menschheit ein bißchen näher zu den sternen zu bringen.

3.5.

die welt ist an einer unvorstellbaren katastrophe vorbeigeschrammt.

kiss hat gedroht, die ungarische wunderwaffe einzusetzen.

eine pferdesalami von 1973.

um die bevoelkerung zu schonen mussten wir kapitulieren.

haben ihm folgenden vergleich angeboten: er darf sich die farbe des reiseweckers aussuchen und wir uns die lautstaerke.

spaetabends konnten wir den friedensvertrag unterschreiben, der als der friede von taichung in die geschichtsbuecher eingehen wird.

2.5.

ich sage nur zoltan.

11tes  mal.

mehr sage ich gar nicht.

ich sage nur fruehstueck, mittagessen und abendessen gestrichen.

ich sage nur bilaterale verstimmungen.

ich sage nur konsequenzen, sanktionen, diplomatische verhandlungen auf hoechster ebene.

die lage ist sehr kompliziert, stuendliche konferenzen, hektik, die botschafter werden wechselseitig vorgeladen usw.

vielleicht hilft ein reisewecker...

1.5

zoltan hat zum 10ten mal, seit er bei mnozil brass ist, verschlafen. muss heute abend ohne abendessen ins bett gehen und sich morgen zur strafe eine klavierfabrik ansehen.

haben am nachmittag die ostküste taiwans badenderweise besucht.

die verwegenen herren gansch, rindberger, kiss und füßl haben sich zwei mörder wahnsinns high tech wasser flitzdinger ausgeborgt und sind damit herumgesplappattert, dass selbst einem erfahrenen wassertrinker wie herrn brandstötter der mund offen stehen blieb.

die vier bekamen sofort best dotierte verträge für die world series der mörder wahnsinns high tech wasser flitzdinger rennen angeboten.

sie haben aus loyalität zur gruppe natürlich entrüstet abgelehnt.

professor paul hat sich im bus eine dvd angesehen, wo geschossen wurde. hat den bus augenblicklich verlassen und ist die restlichen 24 km zu fuß gegangen.

30.4.

nachdem wir vorgestern eine klavierfabrik besucht hatten wurden einige brutusrufe laut. also heute blechblasinstrumentenfabrik.

und jetzt mal ganz obektiv betrachtet: ein klavier zu bauen ist toll!

aber die kühnheit des blechs, die schnittigkeit der trichter, die zeitlose eleganz der ventile, das ist kunst! rohe archaik gepaart mit der zärtlichsten eleganz, das erfordert eine geistige geschmeidigkeit, wie es sie heutzutage fast nicht mehr gibt. haben diesen tempel der ästhetik tief erschüttert und innerlich aufgewühlt verlassen.

müssen das erlebte sofort und umfangreich nachbesprechen.

rauchverbot für alle.

29.4.

bisheriger höhepunkt der tour!

leonhard und thomas haben gestern in einer bar heimlich geraucht.

heute haben wir uns in taipeh das e 101 angeschaut, das mit 500 metern höchste gebäude der welt. und prompt wurde den beiden schon beim hinauffahren schlecht. oben angekommen mussten sie sich auch noch über´s geländer beugen, und dann ging´s los, aber hallo!

wieder unten angekommen bekamen wir eine nicht unerhebliche rechnung für fassadenreinigung über insgesamt 1000 meter überreicht, da sich die beiden auf verschiedenenen seiten hinuntergebeugt hatten...


obwohl wir am abend wieder ein konzert vor voller hütte gespielt haben wird diese tour mit einem leichten finanziellen defizit abgeschlossen werden. 40 000 fenster putzen zu lassen kostet einfach keinen pappenstiel.

28.4.

heute haben wir als besichtigungsprogramm eine klavierfabrik besucht, in der alte flügel wieder aufpoliert werden und nach europa und sonstwohin verkauft werden. die tragen dann so klingende namen wie gershwin, dresden oder auch swing.

wir möchtem nie wieder den vorwurf hören, dass blechbläser irgendwie nicht so ganz seien wie die anderen, nie wieder!

auch was musik betrifft und so!!!

oder wann ist jemals schon ein geiger oder ein pianist oder vielleicht sogar ein dirigent in einer werkstätte für blechblasinstrumente gesehen worden?

beim umziehen für´s konzert hat rother angedeutet, dass ihm bei der gestrigen massage vielleicht eine rippe angeknackst worden sein könnte und er deshalb vielleicht heute nicht ganz so laut spielen könne und überhaupt mit schmerzen nur 105% seiner normalleistung und auch wegen heimwehs und so weiter blablabla...

simulant!!!!!!!!!

27.4.

fuhren vom flughafen nach taichung, wo wir nicht ins hotel eincheckten, weil wir zu früh dran waren.

ließen uns deshalb erst mal eine massage nach taiwan art verpassen.

die masseure waren durchwegs kräftige burschen, die meistens auf uns draufgekniet sind und uns ihre knie und ellenbogen und was halt sonst noch spitz ist in die gepeinigte muskulatur trieben.

gansch hat als erster gestöhnt und deshalb verloren.

brandstötter hat überhaupt keinen mucks von sich gegeben, wahrscheinlich hat er geschlafen.

haben von 12.00-17.00 uhr im hotel geruht und durch eine spezielle schnellschlaftechnik mindestens 15 stunden geschlafen.

danach konzert in taichung.

konzert von 19.30-21.30 uhr, autogramme schreiben von 21.31-22.30 uhr.

zoltan kann seinen namen jetzt nach ungarisch und polnisch jetzt auch auf deutsch und englisch schreiben.

thomas hat uns in fehlerfreiem taiwanesisch vorgestellt und dafür stürmischen applaus erhalten. hat danach als zugabe noch irgendein schmutziges lied, ebenfalls auf taiwanesisch, gesungen.

noch stürmischerer applaus- a star is born...

uns ist es egal, wir haben kein wort verstanden.

26.4.

haben uns alle gut erholt von der schweiz tour um 07.30 uhr am flughafen in wien getroffen, um nach taiwan zu fliegen.

thomas hat sich bei einem konzert mit gansch and roses in graz erholt, robert, gerhard, leonhard und wilfried haben sich beim unterrichten erholt. nur roman und zoltan wirken etwas unausgeruht, keine ahnung, wo die ihre energien immer verplempern.

wir fliegen über abu dhabi, weil wir da immer schon mal hin wollten, um kaffee zu trinken und heizdecken einzukaufen. von da weiter nach taipei, wo wir gut erholt um 06.00 uhr morgens ankommen.

haben uns auf dem flug folgende filme angesehen: matrix 1-3, the producers, harry potter 4 und irgendwas mit sandra bullock und noch irgendwas anderes, wo man sich den titel auch nicht merken muss.

leonhard hat ausserdem einen film gesehen, wo ein mann eine frau küsste. hat aus feingefühl sofort seinen fernseher abgeschaltet.

22.4.


zoltan kiss hat heute sein probejahr erfolgreich absolviert und ist ab sofort stimm- blas- trink- und quatschberechtigtes vollmitglied von mnozil brass.

natürlich unter einer bedingung: er muß für unsere frauen, unsere kinder und uns und ihn eine party schmeißen, die sich gewaschen hat.

und weil wir schon davon reden: lieber herr rindberger, auf die party von dir warten wir jetzt schon seit einem jahr. bis jetzt wurde die party unter fadenscheinigsten vorwänden immer wieder verschoben: z.b. das zum grillen vorgesehene spanferkel hatte keine lust. z.b. aus dem bierfaß war bedauerlicherweise die kohlensäure entwichen und roman hatte sie noch nicht wieder hineinbekommen usw.

die fadenscheinigste aller begründungen: er wollte die zeit lieber zum üben nützen...


wie gesagt, allzu lange kann das so nicht mehr weitergehen.

 

21.4.

haben gestern ein wirklich tolles konzert gehabt und bei den zugaben adrian räber, einem wirklichen mnozil brass fan und hobbytrompeter, einen orden verliehen.

außerdem haben wir gemeinsam mit ihm eine c-dur tonleiter musiziert.

zudem hat sich das publikum von den sitzen erhoben und die schweizerische hymne intoniert.

was wir nicht wußten ist, dass die hymne bis auf ein paar wörter am anfang nur la, la, la als text hat. zumindest haben das alle singenden behauptet.

liebe schweizer, hier ist der text eurer hymne:

Trittst im Morgenrot daher,
Seh' ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpen Firn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet.
|: Eure fromme Seele ahnt :|
Gott im hehren Vaterland!
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!

 

übt bitte den text ein wenig, sonst habt ihr bei der fußballweltmeisterschaft schlechte karten!

die zweite strophe wird auf anfrage gern nachgereicht.

 

20.4.

sind wieder mit der fähre über den bodensee gefahren.

diesmal ging alles glatt, unter anderem auch deswegen, weil herr rindberger den zug um den see herum genommen hat.

alle anderen haben sich an bord dieses luxusliners unglaublich wohlgefühlt und das getan, was man auf so einem schiff während einer zwanzigminütigen überfahrt halt so macht: ins kasino gehen, im swimmingpool plantschen, tolle frauen kennen lernen, mit dem kapitän zu abend essen usw.

 

19.4.

wir hatten bei klarem wetter und keiner brise eine tolle überfahrt über den see. leider wurde herr rindberger seekrank und sah sich ausserstande, am abend das trojanische boot zu spielen. er meinte, es würde ihm wieder schlecht davon.

gott sei dank stand seven auf dem programm!

 

18.4.

heute haben wir einen schwimmkurs gemacht, weil wir morgen mit der autofähre über den bodensee fahren werden. sicher ist sicher! auffällig war, dass vor allem die herren rorther, gansch und kiss viel mehr auftrieb hatten als die anderen. herr füßl hat im gegensatz dazu ziemlich viel wasser geschluckt. professor paul hat geschummelt: da das schwimmbecken nur 1,70 meter tief war hat er sich dauernd mit den füßen am boden abgestützt und mit den händen schwimmbewegungen vorgetäuscht. ihm wurde sofort sein kinderpinguinschwimmabzeichen von der badehose entfernt!

 

17.4.

heute werden im pooc nur mehr 396 verschiedene biersorten und  49  verschiedene whiskysorten angeboten. der älteste whisky stammt übrigens von 1969.

 

16.4.

haben in biel ein super konzert zusammen mit mit dem schweizer preisträger des salzburger stieres 2006 sowie zwei weiteren fachkollegInnen von ihm (spezialgebiet: slam poetry) gegeben. und zwar in einer bar in wirklich gutem 70er jahre design: pooc.

umgezogen haben wir uns in einem verkaufsraum, wo 400 biere und ca. 50 verschiedene whiskysorten angeboten wurden.

der älteste whisky von 1961.

 

15.4.

was für ein glorreicher tag!

brandstötter hat überhaupt gar nicht gegrinst, weil die bühne in uznach so nieder war, dass er sein seltsames tubadämpferhaltegerät nicht an seinem tubatrichter anbringen konnte und das ganze konzert ohne dämpfer spielen musste. hä, hä, hä.

er liegt jetzt völlig entkräftet im hotel und weiß nicht, wie er seinen luftstau vom pianissississimo spielen wieder wegbringt.

die schweiz ist ein tolles land mit tollen bühnen!

 

14.4.

sind heute von wien nach zürich geflogen.

alles ist angekommen, kein gepäck verloren gegangen, uns ist langweilig!

das konzert im mythenforum in schwyz lief super, über die aussentemperaturen müssen wir aber noch sprechen. was die temperaturen angeht, ist der mexikaner dem schweizer und dem österreicher doch um einiges überlegen.

10.4.

sind um 18.00 uhr in wien gelandet.

gerhards posaune ist nicht da.

danke british airways!

vielleicht liefern die die posaune ja direkt in die schweiz?

dort sind wir ab freitag.

 

9.4.

es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut!

wie man im fotoalbum unschwer feststellen kann, haben wir für´s gestrige konzert leihanzüge vom feinsten gefunden.

marke "mittlerer beamter im mexikanischen unterrichtsministerium"

nach dem konzert gab es die allabendliche tequilaverkostung, gestern zur abwechslung bei einer privatparty.

zum konzert selbst kann man nur soviel sagen, dass wir wie immer fehlerfrei, humorfrei und angstfrei durch den abend gesegelt sind.

manchmal auch intonationsfrei.


british airways hat unsere instrument und unsere anzüge und den ganzen rest übrigens pünktlichst zwei stunden nach konzertende ins hotel geliefert.

danke british airways!

brandstötter hat gestern übrigens kurz zu grinsen aufgehört, als rother kurz vor konzertbeginn die üblichen paarungslockstoffe in form einer doppelten portion handelsüblichen mexikanischen samstagabenddiscoparfums großflächig auf seinem luxusbody verteilt hat.

 

8.4.

gestern abend haben wir die leihinstrumente endlich beisammengehabt und eine erste zaghafte probe damit abgehalten.

man kann folgendes festhalten: die trompete und das flügelhorn sind ok.

zoltan wird das konzert auf einer bassposaune bestreiten und diesem instrument neue dimensionen im hohen register verleihen.

gerhard lässt sich nichts anmerken und macht total auf cool. er spielt auf einer art tenorposaune, die ab und zu kleine kiekser ausstößt

am interessantesten ist der fall bei leonhard: er hat ein instrument bekommen, das definitiv aussieht wie eine posaune für alte musik, also  ca. 400 jahre alt. die posaune ist definitiv aber nicht älter als 90-100 jahre, das konnten wir anhand der verwendeten löttechnik bei den flicken am zug zweifelsfrei feststellen.

zum klang sei nur soviel gesagt: diese posaune klingt wie eine illegale massenvernichtungswaffe, kommt also unserem klangideal recht nahe.

da der posaunenzug aber massiv klemmt und sie mangels eines quartventils auch nicht als ventilposaune einsetzbar ist, wird noch nach einem ersatzinstrument ausschau gehalten.

brandstötter grinst noch immer.

danke british airways

 

7.4.

gestern am abend haben wir noch eine kleine margaritaverkostung vorgenommen, die qualität war vollkommen ausreichend.

jetzt sind wir gerade dabei, instrumente und anzüge für morgen zu organisieren, des weiteren natürlich zahnbürsten, t-shirts und sonst noch so manches.

british airways fliegt übrigens nur montags mittwochs und freitags nach mexico city, dh wir werden unser konzert morgen definitiv auf leihinstrumenten bestreiten.

danke british airways!

nachdem in der halle aber ohnehin nicht mehr als 2000 leute platz haben macht das nichts, weil wir ja fast unter uns sind.

schwieriger wird es wohl, sieben passende mnozil brass anzüge zu finden, da wir ja nur edelstes tuch an unsere körper lassen. ausserdem medaillen in ausreichender form. ausserdem passendes schuhwerk, blockflöten und keine socken für herrn brandstötter.

der läuft übrigens die ganze zeit mit einem grinsen im gesicht herum, weil seine tuba auf einem extrasitz im flugzeug mitgeflogen ist. so macht man sich beliebt bei den kollegen!!

 

6.4.

haben uns heute in der früh um 09.00 uhr noch schnell ein visum auf der mexikanischen botschaft in wien besorgt, weil sicher ist sicher. die leute auf der botschaft waren sehr nett zu uns, allen voran frau ita und der honorarkonsul.

abflug um 11.40 uhr in wien, zum umsteigen in london blieben uns 50 minuten zeit. der flug von london nach mexico city war angenehm, aber mit 11 stunden doch ein bißchen lang.

leider sind wir jetzt gerade draufgekommen, dass zwar wir den anschluss in london geschafft haben, unser gepäck und unsere instrumente aber nicht.

danke british airways!